| Darstellung |
| Wer sind wir | Geschichte | Festschrift | Organisation | |||
| Gliederung |
Der Verband der Baltischen Ritterschaften e.V. wurde 1949 als Zusammenschluß der Ritterschaften von Livland, Estland, Kurland und Oesel gegründet. Er weist neben seiner traditionellen Gliederung in die vier Ritterschaften auch eine regionale in acht deutsche Bezirksgruppen auf und je eine in Schweden und Kanada. Der Verband hat über 2200 Mitglieder. |
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| Werte |
Nach Verlust der öffentlich-rechtlichen Funktionen im Baltikum nach der Staatsgründung Lettlands und Estlands galt es, das ererbte geistige und sittliche Gut, insbesondere Ehrgefühl, christlicher Geist und Hilfsbereitschaft lebendig zu erhalten und an die kommenden Generationen weiterzugeben. Sich in den Dienst allgemein deutsch-baltischer Aufgaben zu stellen, gehört ebenso zu den wesentlichen Zielen dieser lebendigen Gemeinschaft wie die Bereitschaft zur Mitverantwortung. |
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| immatrikulierte Familien |
Der Verband der Baltischen Ritterschaften ist sich seiner historischen Wurzeln stets bewußt. So bleibt die Führung der Matrikel der Einzelritterschaften und der Geschlechtsregister eine wichtige Aufgabe, da nur die Zugehörigkeit zu einer immatrikulierten Familie den Beitritt zum Verband ermöglicht. Es werden naturgemäß Familienzusammenschlüsse unterstützt, deren Veröffentlichungen im Genealogischen Handbuch des Adels gefördert und alle Möglichkeiten genutzt, die Quellen zur Geschichte des Landes, der Ritterschaften und ihrer Familien zu erforschen und zu erhalten. |
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| Archiv |
Professionell pflegt der Verband seit seiner Gründung seine Archivbestände. Diese befinden sich seit 1955, unterteilt in 5 Ordnungseinheiten, als Deposita im Herder-Institut Marburg. Sie enthalten nicht nur Schriftgut des Verbandes und der einzelnen vier Ritterschaften, sondern auch Nachlässe von Einzelpersonen, Familienarchive, sowie Buchbestände. Auch die "Transehe' sche Bibliothek", die Eigentum der Livländischen Ritterschaft ist und über 600 Titel aufweist, befindet sich dort als Depositum. Das ca. 35 000 Aufnahmen umfassende "Bildarchiv Georg v. Krusenstjern", das dieser dem Verband geschenkt hat, unterteilt in "Baltisches Porträtarchiv" und "Baltisches Bildarchiv" (Rittergüter, Kirchen, Pastorate, Städte etc.) ist als Leihgabe dem Bildarchiv Foto Marburg" im Forschungsinstitut für Kunstgeschichte der Philipps-Universität übergeben worden. Die wertvolle genealogische, historische und landeskundliche Bibliothek mit ca. 2000 Bänden, die der Verband der Baltischen Ritterschaften von Georg v. Krusenstjern erworben hat, befindet sich seit 1990 als Depositum ebenfalls im Herder-Institut in Marburg und steht diesem für seine Arbeiten zur Verfügung. |
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| Publikationen |
Aus Anlaß des 50-jährigen Bestehens hat der Verband 1999 eine Verbandsgeschichte herausgegeben. Die vier Ritterschaften haben 1963-1971 umfassende und historisch sehr wertvolle Monographien zu ihrer eigenen Geschichte veröffentlicht. Ferner erscheint - nunmehr im 43. Jahrgang - vierteljährlich das "Nachrichtenblatt" des Verbandes der Baltischen Ritterschaften, das allen Mitgliedern zugestellt wird. Es fördert die innere Kommunikation, bildet aber auch eine Brücke zu den vielen, außerhalb Deutschlands lebenden Mitgliedern. Den gleichen Zwecken, aber auch der Darstellung nach außen dient die Homepage des Verbandes im Internet, die unter www.baltische-ritterschaften.de zu finden ist. Die Jugend bringt in eigener Verantwortung als Beilage zum Nachrichtenblatt das "Jugendblatt" heraus. Die "Vereinigten Kurländischen Stiftungen" publizieren außerdem in loser Folge unter dem Titel "Kurland" Hefte, die Rechenschaft über ihre karitativen Aktivitäten ablegen, aber sich auch speziellen historischen und kunstgeschichtlichen Themen mit kurländischem Bezug widmen. |
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| Gemeinschaftsgefühl |
Pflege und Erhalt des lebendigen Gemeinschaftsgefühls gehörten über die Generationen hinweg zu den wichtigen Aufgaben der Ritterschaften. Übergeordnete, Werte einer ritterlichen Haltung, geistige und sittliche Normen, die den Ritterschaften allzeit als Vorbild dienten, werden in zeitgemäßer Form der Jugend als Leitbilder weitergegeben. Der gesellschaftliche Kontakt untereinander und zu allen gleichgesinnten Kreisen in Deutschland und Europa hat, entsprechend baltischer Tradition, auch weiterhin einen hohen Stellenwert. |
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| Verbandszentrum |
Dem Gedankenaustausch dienen regelmäßige Treffen in den Bezirksgruppen, der jährliche Verbandstag, sowie Tagungen in Schloß Höhnscheid bei Kassel, dem Zentrum des Verbandes. Es gehört der Waldeckischen Domanialverwaltung. Seine Bewirtschaftung wurde im Oktober 1995 von einer Betreibergesellschaft übernommen, an der auch der Verband beteiligt ist. Er schuf damit für sich, die Ritterschaften und die Familienzusammenschlüsse einen Mittelpunkt, der diesen für ihre vielfältigen Veranstaltungen zur Verfügung steht und der auch durch seine äußerlich ansprechende Form baltischer Traditionspflege entspricht. Hier finden Treffen auch mit Vertretern der baltischen Völker statt. Durch gemeinsame Seminare wird Wissen vertieft und werden menschliche Kontakte hergestellt. |
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| Stiftungen |
Der Gedanke einer notwendigen, gegenseitigem Unterstützung führte zur Gründung von zwei voneinander unabhängigen Stiftungen innerhalb des Verbandes. 1957 wurde die "Mildtätige Stiftung zur Förderung des Hochschulstudiums und zur Unterstützung bedürftiger Verbandsmitglieder" gegründet, 1989 die "Stiftung der Baltischen Ritterschaften". Während der Stiftungszweck der ersten Stiftung noch ganz auf die Förderung von Verbandsmitgliedern ausgerichtet war, sei es von jungen Menschen in der Ausbildung oder von älteren in Not, ermöglicht der Stiftungszweck der zweiten ins Leben gerufenen Stiftung u.a. auch die Förderung von kirchlichen und sozialen Institutionen sowie bedürftigen Einzelpersonen in den Baltischen Staaten". Auch Maßnahmen, die der Aus- und Weiterbildung, der Heimatpflege und der Heimatkunde, der Verbreitung, Erhaltung, Rettung oder Dokumentation historischer Werte dienen, können und sollen über diese Stiftung gefördert werden. Beide Stiftungen wurden aus bedeutenden Nachlässen verstorbener Verbandsmitglieder und werden darüberhinaus durch Spenden finanziert. |
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| aktuelle Fördermaßnahmen |
Der Verband der Baltischen Ritterschaften fördert und unterstützt das Engagement der einzelnen Ritterschaften und seiner Mitglieder nicht nur bei der Erledigung ihrer Aufgaben in Deutschland, sondern auch bei Projekten und Hilfsaktionen in den Baltischen Staaten, denen sie bei der langen historischen Beziehung auch weiterhin ein großes Interesse entgegenbringen. So geht die Restaurierung der Wappenepitaphien in der Revaler Domkirche auf eine Initiative der Estländischen Ritterschaft zurück, die auch gemeinsame Seminare für deutsche und estnische Studenten veranstaltet. Die "Vereinigten Kurländischen Stiftungen" unterstützen Bedürftige in Deutschland, vergeben an Studenten Stipendien, widmen sich aber auch in Kurland karitativen Aufgaben, fördern geschichtlich und kunsthistorische Publikationen in Lettland und restaurieren kunstgeschichtlich wertvolle Gebäude und Kirchen. Die Oeselsche Ritterschaft erfüllt ähnliche Aufgaben auf der Insel Oesel. Schließlich leisten einzelne immatrikulierte Familien und Familienverbände erhebliche Hilfen im Baltikum. |
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Jugend
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Der Verband der Baltischen Ritterschaften betreibt seit Jahren eine intensive Jugendarbeit, die neben gesellschaftlichen Veranstaltungen auch Arbeitsfreizeiten und Seminare mit unterschiedlichen politischen und allgemein interessierenden Themen ausrichtet. Entsprechend ihrer historischen Aufgabe arbeiten Angehörige der Baltischen Ritterschaften in verschiedenen baltischen Gruppierungen mit, häufig an führender Stelle. |
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D.Baron v.Haaren/ H.-A.v.Hehn/ B.v.Brevern Fassung Frühjahr 2002 |
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