| Bezirksgruppe Nordrhein-Westfalen |
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Veranstaltungsberichte
aus der Bezirksgruppe im Jahr 2004
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| Rückblick | ||
| 20.11.2004 |
Ikonenmuseum und Marzipanherstellung in Recklinghausen Wer vermutet schon, dass "man" auch in einer alten Revierstadt wie Recklinghausen Interessantes sehen und erleben kann, insbesondere bei schlechtem Wetter? Vermutlich daher waren diesmal auch nur 18 Mitglieder erschienen, die den Unbilden des Wintereinbruches trotzten und sich zu einer Stadtführung aufmachten. Diese wurde allerdings recht kurz gehalten und beschränkte sich auf den innersten Kern des alten Teiles der Stadt: die Engelsburg von 1700 mit herzoglichem Wappen – heute ein Hotel - , den alten Wallgraben mit den zwei verbliebenen Wehrtürmen und den Resten der Stadtmauer, die Ackerbürger Häuser, den uralten Dorotheen-Steig, wo die erste Schule stand, eine kurze, stille Rast in der winzigen, aber sehr beeindruckenden Gast-Kirche, in der seit Ende des 14. Jahrhunderts bis heute in der alten Tradition des Armen-Gasthauses ganz speziell die Nicht-Sesshaften versorgt werden und schließlich die Wiege der Stadt - die Probsteikirche St. Peter, eine Hallenkirche mit dem aus dem 15. Jahrhundert stammenden Prozessions- bzw. Triumpf-Kreuz-Torso. Gleich gegenüber das Ikonen-Museum – das bedeutendste seiner Art in der nicht-orthodoxen Welt! Eine Kunsthistorikerin führte so perfekt und spannend in die Strukturen und Geheimnisse der Ikonenmalerei ein, dass selbst der 1 ½-Stunden Rundgang niemandem zu lang vorkam. Das war biblische Geschichte bildlich dargestellt und eine Auffrischung des Wissens zu den Heiligen wie Christopherus, Nikolaus und viele andere. Und wirklich einzigartig auf der Welt ist die hier ausgestellte Kalenderikone aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert, bestehend aus zwei Tafeln mit je 10 Reihen, auf denen das gesamte Jahr anhand der Apostel, der Heiligen und Propheten, einschließlich der Ostergeschichte dargestellt ist! Anschließen gab es noch ein gemütliches Kaffeetrinken mit ausreichend Kuchen in der Engelsburg. Es schien so, dass keiner es bedauert hat, sich "trotzdem" auf den Weg gemacht zu haben, um fest zu stellen, dass sich ein Besuch in Recklinghausen doch lohnen kann! Wolf-Christian Ceumern-Lindenstjerna |
Kalenderikone
Nikolaus Ikone
Mutter Gottes Ikone |
| 9./10.10.04 |
Verbandsball Düsseldorf/Neuss Zum festlichen Ball anläßlich des Verbandstages 2004 hatte die Bezirksgruppe Nordrhein-Westfalen zum 9. Oktober 2004 ins Dorint-Hotel am Rosengarten in Neuss eingeladen. Das Experiment, einmal außerhalb der Metropolen zu tagen und zu feiern, hat sich schon deshalb gelohnt, weil dieser Ball von vielen der über 300 Teilnehmer als einer der schönsten Gesellschaftsabende unseres Verbandes empfunden wurde. Mit der persönlichen Begrüßung bei dem Präsidenten, Herrn Ulf v. Samson-Himmelstjerna, dem Vorsitzenden der Bezirksgruppe, Baron Wolf-Christian v. Ceumern-Lindenstjerna und ihren Ehefrauen nahm das Ereignis seinen spezifischen Lauf: ein freudiges Wiedersehen und Hallo, ein allseits freundliches Begrüßen und dann das Eintreten in einen festlich geschmückten Saal, wo man an der schönen Tafel seine Tischdamen, -herren und –nachbarn traf. Es wurde – nebenbeigesagt - ein vorzügliches Menü gereicht, dessen Einnahme nur durch kurze aber um so treffendere Begrüßungs- und Dankesworte und durch eine brilliant-ironische Damenrede von Herrn Hasso v. Samson-Himmelstjerna unterbrochen, nein gewürzt wurde. Und dann der Tanz! Dank der günstigen räumlichen Verhältnisse hatten wir diesmal annähernd den Platz, den Balten brauchen, um alle Ballgäste zur Polonaise oder zum Tourenwalzer zu vereinen, um entweder elegant und weitgreifend über das Parkett zu schweben oder später wilde Rock- und Knotentänze zu vollführen. Die traditionelle Einführung unserer liebreizenden Debütantinnen in die (diese) Gesellschaft hat immer etwas Anrührendes an sich, besonders auch für den, der wie der Rezensent, mit seiner Tochter den ersten Walzer drehen durfte. Eine sehr nette Idee der Jugendvertreter war, den Debütantinnen mit ihrem Wappen verzierte hübsche Tanzheftchen zu überreichen, in die sich die interessierte männliche Jugend mit netten Sprüchen eintragen konnte. Ja, die Jugend! Sie stellte fast die Hälfte aller Teilnehmer, was sich natürlich und erkennbar beschwingend auf die Stimmung aller auswirken mußte. An der Wodka-Bar zeigte es sich wieder einmal, wie sehr hiesige Hoteliers trotz eindringlichster Vorwarnung baltische Sitten unterschätzen; hier war jedoch flexibel für rasche Aufstockung des Personals gesorgt, was auch dringend nötig war, um die von den Damen der Bezirksgruppe in fast unermeßlichen Mengen selbst gebackenen köstlichen Piroggen bewältigen zu können. Und immer wieder drängte es Jung und Alt in großer Zahl auf die Tanzfläche, wo dann bis zuletzt auch noch begeistert Francaise und Troika getanzt wurden; um vier Uhr früh mußte die eifrige Kapelle fast mit Gewalt zum Verstummen gebracht werden. (Die Jugend soll ja noch in ihren Quartieren bis zum Beginn des Verbandtages am Sonntag durchgefeiert haben!) Wir haben einen ungezwungenen und gleichermaßen stilvollen Ball in einer beglückend baltisch-herzlichen, ja familiären Atmosphäre erleben dürfen. Vielleicht hatte dies unseren Präsidenten zu Beginn des Verbandstages zu dem Versprecher verleitet, er wolle nun den „Familientag“ 2004 eröffnen. Ein großer Dank gilt den Organisatoren und den vielen Helferinnen und Helfern, die diesen Höhepunkt unseres diesjährigen gesellschaftlichen Lebens mit Herz und Profession ermöglicht haben. Götz Baron v. der Ropp |
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| 12.9.2004 |
Internationale Gäste bei "Einem kleinen Konzert" 2004 in Köln Die jährliche Bezirksversammlung 2004 fand am 19.9.2004 in den Atelierräumen unseres Mitgliedes Frau Annette P. v. Mühlendahl statt. Im Anschluss an die Bezirksversammlung hatte die Gastgeberin zu einem Konzert mit Mitgliedern des Gürzenich Orchesters der Stadt Köln geladen. Zusätzlich war es gelungen, einen der großen Interpreten klassischer Gitarrenmusik, Herrn Sasà Dejanovic, als vortragenden Künstler zu gewinnen. Er lebt in Vrasar (Kroatien) und Madrid und war eigens aus Kroatien nach Köln geeilt, um mit seinen Freunden vom Orchester für uns zu musizieren. Sasà Dejanovic begann mit einem Stipendium der jungen Musik in Zagreb. Zahlreiche Konzerte in bedeutenden Konzertsälen sowie Radio- und Fernsehauftritte haben ihn über Kroatien hinaus bekannt gemacht. Er besuchte die Musikakademien in Zagreb, Italien und das Royal College of Music in London. Anfangs wurde er von den nachstehenden Mitgliedern des Gürzenichorchesters: Geoffry Wharton (Konzertmeister), Judith Ruthenberg (1. Geige), Vincent Royer (Bratsche) und Johannes Nauber (Cello) begleitet, bevor er eine Solovorstellung gab. Das Ereignis hatte sich in Köln herumgesprochen und Interesse und den Wunsch geweckt dabei zu sein, so dass der Vorstand beschlossen hatte, auch einige Nichtmitglieder dazu zu laden. Mit diesen und den gebliebenen Künstlern ergaben sich bei Kaffee und Kuchen noch zahlreiche interessante Gespräche. Erst viel später begab man sich auf den Heimweg. Stephan v. Wahl |
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| 03.7.2004 |
Neandertal-Museum Die Sonne schien, als wir am 3. Juli beim Neanderthal Museum ankamen. Wir waren an die fünfzig Personen, Erwachsene und Kinder. Das Museum ist ein interessanter, moderner, erst 1996 eröffneter Bau und natürlich mit modernster Technik ausgestattet: Jeder bekam einen Kopfhörer und konnte nun alles gut verstehen, was die Führung ins Mikrofon sprach, ohne sich dicht an den Sprecher drängen zu müssen. Das Neanderthal war früher ein enges, schmales Tal mit steilen Kalkfelsen, durch welches das Flüßchen Düssel fließt. Der Kalkstein ist abgetragen und als Baumaterial, als Tafelkreide und - fein gemahlen – auch als Dünger verwandt worden. Das Tal ist breiter geworden und lockt zum Spazieren gehen. Aber dazu fehlte die Zeit. Unter dem Schutt einer der vielen Höhlen entdeckte im Jahr 1856 ein vorbeikommender Lehrer menschliche Knochen und ließ sie sicherstellen. Erst viel später erkannte man, daß die Knochen von einem Urmenschen stammten, der nach seinem Fundort Neanderthaler benannt wird. Um diese sechzehn Knochen ist das Museum gebaut worden. Und man erfährt hier alles über die Entwicklung des Menschen, angefangen vor drei Millionen Jahren in Ostafrika bis zur heutigen Zeit. Interessant wie die Wissenschaftler anhand der gefundenen Werkzeuge auf die Lebenssituation der Menschen schließen können. Z.B. stellten sie fest, daß der Mensch vor ein-ein-halb Millionen Jahren genügend Nahrung gefunden hat, sodaß er Muße fand, seine Werkzeuge zu verzieren. Ob der Neanderthaler unser Urahn ist? Nein, der scheint ausgestorben zu sein. Vielleicht steckt aber etwas Neanderthaler in uns drin, vielleicht hat er sich mit unserem Urahn vermischt? Nachdem wir alles genau erforscht und betrachtet hatten, folgten wir der Einladung des Ehepaares Heidi und Bernd v. Mensenkampff in ihr Haus nach Wuppertal zu „Kaffee, Tee, Eis, Garten mit Schwimmbad, Kuchen und Klön". Der Samowar dampfte, und die Tische waren mit bezaubernden Blumensträußen geschmückt. Leider war das Wetter so unsicher, daß wir den schönen Garten nur durch die Fenster bewundern konnten. Es war so gemütlich, daß wir beim Abschied standen und standen. Die Trennung fiel schwer. Danke für die herzliche Gastfreundschaft! Harriet Danckwerts |
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| 24.4.2004 |
Frühlingsball in Bonn Alle Jahre wieder, feiern wir unseren Frühlingsball in der Bonner Redoute. Auch dieses Mal haben sich entgegen dem befürchteten Trend wieder ca. 100 Gäste eingefunden um in dem schönen Ambiente den Bezirksgruppenball zu feiern. Auch die Jugend war zahlreich vertreten, und 17 Jugendliche folgten der Einladung zum Jugendtreffen am Nachmittag in die Wohnung von Michael v. Schubert zum Kennenlernen und Einstimmen auf den Ball. Der Empfang mit seinen vielen Begrüßungs- und Wiedersehensszenen war wie immer ein herrlich munteres Durcheinander. Nachdem alle ihre festlich dekorierten Tische gefunden und die Sitzplätze eingenommen hatten, begann das Fest. Nach der Begrüßung durch den Beziksvorsitzenden Wolf-Christian Baron Ceumern-Lindenstjerna führte dieser die Polonaise zur Eröffnung der Tanzfläche an. Das Tanzen zur Musik die von Hans Prechtel aufgelegt wurde, wurde nur von den bekannten Traditionstänzen unterbrochen. Die Jungen Gäste die den Tourenwalzer oder die Troika nicht kannten, brauchten nur einige wenige Takte um mittanzen zu können, denn sie wurden durch die Erfahrung der "alten Hasen" schnell in die Geheimnisse dieser Tänze eingeführt. Auch die Francaise fand großen Anklang und wurde nur von dem Phänomen getrübt, dass die Tanzfläche zu klein schien, weil fast alle mitmachten. Den ganzen Abend haben immer wieder einige die "Flucht" in den großen Saal angetreten um mehr Platz zum Tanzen zu haben. Alles in allem ein gelungenes Fest, und so freuen wir uns auf den Verbandsball, der dieses Jahr in unserer Bezirgksgruppe stattfinden wird.
Bodo v. Kruedener |
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| 15.2.2004 |
Zarenausstellung in Bonn mit gemütlichem Ausklang Das Jahr 2004 begann mit einem Rekord! Am 15. Februar trafen sich um 13 Uhr 86 (!) gespannte und gut gelaunte Teilnehmer im Foyer der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, um sich die Ausstellung "Der Kreml - Gottesruhm und Zarenpracht" anzusehen. Götz Baron v. der Ropp und seine Frau hatten bei der überraschend großen Teilnehmerzahl drei parallel laufende Führungen organisiert. Unter kompetenter und charmanter Führung wurden uns - vor dem Hintergrund markanter Ereignisse aus der russischen Geschichte - die Höhepunkte der künstlerischen Entwicklung rund um den Moskauer Kreml vom 12. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts präsentiert. Viele hochkarätige Werke aus den Bereichen Ikonen - und Porträtmalerei, liturgische Geräte, Geschmeide und Textilien, Rüstungen und Waffen, Bücher und historische Karten sowie kostbare Geschenke ausländischer Gesandtschaften an die Zaren wurden dem interessierten Zuhörer systematisch an herausragenden Exponaten erschlossen. Leider reichte die Zeit nicht mehr, die aufwändige Computeranimation über die räumliche - und bauliche Entwicklung des Kremls anzusehen, da wir uns alle für 15.30 Uhr im legendären Presseclub zum Ausklang verabredet hatten. Bei Kaffee und Kuchen bedankten sich die begeisterten Teilnehmer beim Götz Baron v. der Ropp und seiner Frau für die phantastische Organisation dieser sehr gelungenen Veranstaltung unserer Bezirksgruppe. Cornelia v. Raison - Baronin v. Klopmann |
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| 07.02.2004 |
Karnevalsfeier in Kürten Um 11:11 startete eine Karnevalsfeier bei Danckwerts. Erst mal wurden Flips gegessen, denn die mögen ja alle Cowboys, Clowns, Köche, Sheriffs und Hühner. Zum kennen lernen wurden Namensschilder gebastelt. Als "kurz" die Sonne schien, wollten wir eine Wanderung angehen, die aber wegen des starken Windes scheiterte. Wegen diesem Vorfall waren die Jungen noch ganz betrübt. Durch das Luftballonspiel wurden sie wieder erheitert, weil sie nach dem Balancieren die Luftballons zerplatzen durften. Unter anderem gab es noch Süßes, ein Mittagessen mit allerlei Nudeln und als Nachspeise Götterspeise. Ab 16:16 Uhr kamen dann die Eltern. Vielen Dank und Alaaf! Anna Stillfried, Ellinor Stackelberg |
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