| Bezirksgruppe Nordrhein-Westfalen |
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Veranstaltungsberichte
aus der Bezirksgruppe im Jahr 2003
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| Rückblick | ||
| 22.11.03 |
Besuch im Stollwerkmuseum in Köln Am 22. November trafen sich - sehr gut organisiert durch Stephan v. Wahl - bei frühlingshaft mildem Wetter etwa sechzig Angehörige der Ritterschaft, darunter 10 Kinder u. Jugendliche, um sich über Geschichte und Herstellung der so allgemein beliebten Schokolade zu informieren. Der moderne Bau mit seiner runden Glasfront liegt am Rheinufer im historischen ehemaligen Zollhafen. Beim Betreten des Gebäudes empfängt die Besucher bereits in der Eingangshalle intensiver Schokoladenduft, der vom Einblick in einen mit überreichlichem Angebot ausgestatteten Schoko-Shop ergänzt wird. Erfreulicherweise wird man bereits beim Kauf der Eintrittskarte mit einem Schokoladenriegel versorgt, so daß der Besucher sich sofort in der süßen Welt der Schokolade angekommen fühlt. Eine Halle mit Schautafeln veranschaulicht die Entwicklung des uralten mittelamerikanischen Kulturgetränkes, das erst 1520 mit Cortez nach Europa kam, bevor es dann um den eigentlichen Prozess der Verwandlung der bitteren Frucht in das süße Naschwerk geht. Aber auch das Verkosten einer naturbelassenen Bohne hat seinen Reiz! Verdienste um die Entwicklung brauchbarer Verfahren zur Kakao- und Schokoladenherstellung haben sich Holländer und Schweizer erworben. Erst die Erfindung der Conchiermaschine durch Herrn Lindt in Zürich, in der mit "eiserner Faust" die Kakao-Milch-Zucker-Gewürzmischung mindestens 24 Stunden bearbeitet wird, bescherte uns die zartschmelzende Köstlichkeit, die wir heute so schätzen und machte auch erst die hier auch zu bewundernde Formung der beliebten Hohlfiguren wie Weihnachtsmänner und Osterhasen möglich. Eine hübsche Ergänzung waren auch historische Bilder vom Genuß der heißen Schokolade, die zunächst den Reichen und Schönen vorbehalten war, in den Salons und Boudoirs des 17./18. Jahrhunderts, und des z. T. exquisiten und besonders dafür angefertigten Porzellangeschirrs. An der Verbreitung des Getränks in immer weitere Schichten wurden auch kulturhistorische Entwicklungen deutlich. Schließlich erfreute der Schokoladenautomat in der Form von Tieren oder Häusern um die Wende zum 19. Jhdt. die Passanten und Kinder. Angenehmer Abschluß des informativen Nachmittags war die anschließende Tee- bzw. Kaffeestunde im Hotel Maritim. Der Ausblick in der beginnenden Dämmerung auf den beleuchteten Dom, zwei andere Kirchen und den Rhein ist schon allein einen Besuch wert. Uta v. Schroeder |
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| 18.-19.10.03 | Verbandstag in Hamburg | |
| 20.9.03 |
Bezirksversammlung und Rittergrill bei Samsons in Bergisch-Gladbach Im Anschluss an die diesjährige Bezirksversammlung lud das Ehepaar Heilke und Hasso v. Samson-Himmelstjerna wieder zum traditionellen Rittergrill ein, diesmal bedichtet mit dem Vers: "Es schrie
der Ritter bitter schrill,
Verkohlt - weder im übertragenen Sinn noch real - wurde jedoch keiner,
auch nicht das Fleisch. Der herrliche Sonnenschein tat ein Übriges dazu,
dass alle Teilnehmer (fast 40) sich im Garten unter Bäumen oder Zelten
verköstigen, vergnügen und kommunizieren konnten. Für die Kleinen wurde
Spielzeug herbeigeschafft - alte Samson'sche Bestände - ,die Stimmung
war hervorragend, die Gespräche rauschend und natürlich dankte Baron Ropp
den Gastgebern mit Worten und überdimensionalen Blumen für die Mühen und
die Gelegenheit, einmal wieder im Bergischen zusammenzukommen!! Wolf-Christian Ceumern |
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| 21.6.03 |
Besuch des Gasometers in Oberhausen Unser Vorsitzender Baron v. Ceumern-Lindenstjerna und seine Frau luden die Mitglieder der Bezirksgruppe NRW zur Besichtigung des Industriedenkmals in Oberhausen ein. Zur Zeit wird hier im Rahmen der RuhrTriennale die atemberaubende Videoarbeit des amerikanischen Künstlers Bill Viola mit dem Titel „Five Angels for the Millenium“ gezeigt. Viele Mitglieder des Verbandes (wir waren 54 Teilnehmer!!) folgten der Einladung, dabei auch 12 Kinder. Groß und Klein lauschten gespannt der sehr informativen Führung, die uns in die Welt der Ruhrindustrie einführte: Der eiserne Koloss von Gasometer wurde 1922 gebaut, um das überschüssige Gas nicht abfackeln zu müssen, sondern zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu verwenden. Diese „Sparmaßnahme“ wurde Ende der 80er Jahre durch die Ölpipelines überflüssig, so dass man den Gasometer für Ausstellungen und Events nutzen konnte. Der 117 Meter hohe runde Stahlkoloss diente z. B. auch schon Christo und Jeanne-Claude für ihre Ausstellung „The Wall“, in der sie 13.000 bunt bemalte Ölfässer aufbauten. Auch die Wasserausstellung „Blaues Gold“ zog viel Besucher an. Und jetzt „Five Angels for the Millennium“ von Viola! Das unendliche Rund des Gasometers ist fast dunkel, an den Wänden hängen fünf überdimensional große Leinwände, auf die bewegte Bilder menschlicher Figuren projiziert werden, die in Wasser eintauchen oder aus Wasser empor kommen. Die Übergänge und Durchbrüche werden von Tönen untermalt, die dem Besucher durch Mark und Bein gehen. Wasser ist das beherrschende Element, man denkt an Wasser über den Urfluten am ersten Schöpfungstag, an Geburt, Tod, Auferstehung, Erlösung. Keiner der Teilnehmer auch nicht die Kleinen kann sich diesem Faszinosum entziehen. Der anschließende Rundgang auf dem Dach des Gasometers lässt uns tief durchatmen, die Wirklichkeit hat uns wieder. Wir genießen den weiten Blick über das Gelände der Guten Hoffnungshütte, über das Centro Oberhausen, über Industriebrachen und Kulturlandschaft. Manche kleine Kinderhand schiebt sich in Vaters große und sucht vor dem tiefen Abgrund Schutz. Wieder in menschliche Gefilde hinabgeschwebt geht es in einem kleinen Spaziergang ins Schloss Oberhausen, wo im Prinzensaal des „Kaisergartens“ bei Kaffee und Kuchen über das erlebte neue Medium, mit dem sich bis jetzt kaum einer von uns beschäftigt hatte, diskutiert wird. Bald wendet man sich auch anderen Themen zu, erzählt Geschichten von früher, lacht und lässt es sich gut sein, derweil die Kinder draußen auf großen Spielplatz gut beschäftigt waren! Für diesen eindrucksvollen Ausflug danken wir unserem Vorsitzenden und seiner Frau noch einmal von ganzem Herzen! Heidi v. Mensenkampff |
Die zwölf anwesenden Kinder Das Gasometer in Oberhausen |
| 05.04.03 |
Frühlingsball in der Bonner Redoute Wieder lud die Bezirksgruppe zu ihrem traditionellen Frühlingsball ein, und wir können mit Stolz sagen, dass wir tatsächlich noch - und wieder - einen richtig schönen Ball feiern konnten. Auch wenn der Trend zu weniger Ball sich allgemein durchzusetzen scheint und manche Bezirksgruppe keinen so genannten "kleinen Ball" mehr ausrichten kann, in diesem Jahr machten sich wieder viele Balten, vor allem auch viele Jugendliche zu diesem Fest auf. Wir können mit den Räumlichkeiten der Redoute natürlich ein vortreffliches Ambiente anbieten, in dem man sich einfach wohlfühlen muß. Ca. 20 Jugendliche folgten bereits am Nachmittag der Einladung unseres neuen Jugendvertreters Phillip v. Samson in die Wohnung von Michael v. Schubert zu einem Jugendempfang, der für Einige das Kennenlernen doch sehr erleichterte. Auch in diesem Jahr schloß sich dem Empfang mit seinem Stimmengewirr der vielen Begrüßungs-Szenen, das Essen an, mit der Begrüßung durch den Vorsitzenden, das Übereichen einiger Geschenke und schließlich die Damenrede von Gerhard v. Campenhausen, der über sein "Spezial- und Arbeitsgebiet die Kartoffel" berichtete!!! Die Damen konnten sich im Anschluß an den pflichtgemäßen Toast über eine kleine vorösterliche Überraschung freuen. Dann ließ wieder Hans Prechtel seine CD's rotieren und nach der Polonaise wurde eifrigst getanzt. Höhepunkt waren der Tourenwalzer - angeführt durch Dr. Prechtel - und die Troika, zu der Michael v. Schubert blies. Als um drei Uhr die Lichter ausgingen, waren alle überzeugt, dass es wieder ein gelungenes Fest war, zu dem im nächsten Jahr durch zusätzliche Mundpropaganda noch mehr Mitglieder gerufen werden sollen!!! Wolf-Christian Ceumern |
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| 15.02.03 |
Besuch im Atelier von Frau v. Mühlendahl, Köln Kunst und Psychotherapie lautete das Thema der Veranstaltung der Bezirksgruppe Nordrhein-Westfalen am 15.2.2003. Annette v. Mühlendahl hatte in ihre als Gesamtkunstwerk ausgestalteten Räume in der Bismarckstr. 50 im s.g. Belgischen Viertel Köln's eingeladen. Praxis für Psychotherapie, Atelier für Collagen, Photographien und Malerei sowie Reiki-Zentrum sind hier unter einem Dach vereint. Der Vortrag zum Thema geriet dann allerdings recht kurz, denn Frau v. Mühlendahl war es gelungen, eine Besichtigung des Köln-Turms, einem neuen Wahrzeichen von Köln zu arrangieren; ein besonderes Erlebnis, da der Turm der Öffentlichkeit grundsätzlich nicht zugänglich ist. Und ein fester Termin war vorgegeben. So brach die Gruppe zeitig auf, um auf den Turm zu fahren. Unterwegs passierte sie Köln's älteste Lebewesen, die Bäume in Köln's Stadtgarten, angelegt im Jahr 1827, die von dem Architekten Hans Schilling aus Trümmerziegeln errichtete Kirche St. Alban und das verbliebene Stellwerk des ehemaligen Güterbahnhofs Gereon, auf dessen Gelände jetzt der Mediapark errichtet ist. Mittelpunkt dieses Mediaparks ist der Köln-Turm, 148,10 Meter hoch (mit Antenne 165,48 Meter). Von dort oben bot sich bei strahlend blauem Himmel ein phantastischer Blick fernab von Hektik und Lärm auf den Kölner Dom, Köln allgemein und die Umgebung. Nach einem kurzen Filmvortrag über Architektur und Nutzung des Turms führte der Weg zurück in das Atelier von Frau v. Mühlendahl (wer einen Blick auf eines Ihrer Kunstwerke werfen möchten, kann sich hier das Bild "Seelenflüge" herunterladen (512kB)). Bei Sushi, Wein und Wodka statt Sake blieben die Gäste noch lange zusammen und plauderten bis in den Abend hinein. Mal ein Treffen der etwas anderen Art. Stephan von Wahl |
![]() Annette v. Mühlendahl |
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