Bezirksgruppe Nordrhein-Westfalen - Archiv 2000
12.12.2000

Die Jugend der Bezirksgruppe lud ein zum: Besuch des Weihnachtsoratoriums in der Bonner Kreuzkirche.
Eigentlich war es viel zu warm für Glühwein. Doch irgendwie muß man sich ja auf Weihnachten einstimmen. Das dachten sich - zwar nicht 20 wie in Bayern - aber doch immerhin 10 traditionsverbundene jugendliche Balten und nahmen also den leider immer noch schlechten Bonner Glühwein gerne in Kauf. Schließlich war nicht der Bonner Weihnachtsmarkt Anlaß zum Treffen, sondern das alljährliche Konzert in der Bonner Kreuzkirche. Viele sagen immer: "Jetzt fängt Weihnachten erst richtig an. Und das gehört einfach zu Weihnachten dazu." Das bestätigte auch eine voll besetzte Kirche. Laut Experten ließen zwar der Sopran und der Baß zu wünschen übrig, aber hauptsächlich der Anfang "Jauchzet, frohlocket, usw." stimmt, oder? Also für mich fängt Weihnachten genau da an! Anschließend beglückten wir noch als eine trinkfreudige und lustige Gruppe die Kellnerin im Cafe "Pendel". Es war ein richtig schöner Abend - mit einigen neuen "Gesichtern". Hoffentlich können wir sie auch für zukünftige Aktivitäten begeistern.
Danke an Jesko und Christina, die maßgeblich daran beteiligt waren, daß dieser Abend realisiert werden konnte. An dieser Stelle möchte ich noch allen Leserinnen und Lesern des Jugendblattes ein erfolgreiches neues Jahr wünschen!! Eure Nicola

 
12.11.2000

h-moll Messe von Johann Sebastian Bach im Altenberger Dom.

Das Konzert der Johann-Christian-Bach-Akademie fand unter der Leitung des Domkantors Andreas Meisner gemeinsam mit einem Projektchor und vier Solisten statt. Dieses lange Zeit nie öffentlich erklungene Werk zog die Zuhörer von Anfang an in seinen Bann. In der hohen Basilika konnten die zum Teil historischen Instrumente ihre Klangfülle voll entfalten und der Chor seine Stimmgewaltigkeit unter Beweis stellen.

Die Gastfreundschaft des Ehepaar Danckwerts trug zusätzlich zum Gelingen der Veranstaltung bei. Sie hatten ihr Haus und ihre Arbeit bereitwillig zur Verfügung gestellt, damit man sich vor dem Konzert gründlich stärken und anschließend in kleinerem Kreis gemütlich beisammen sitzen konnte. Ein lukullisches Buffett mit den verschiedensten selbst zubereiteten Köstlichkeiten vorweg und schmackhafte selbstgebackene Nußecken und Torten rundeten den Nachmittag zu einem Erlebnis ab, das eines Jubiläumsjahres würdig war und uns allen unvergeßlich sein wird. Den Gastgebern, die wirklich keine Mühe gescheut haben, gilt unser herzlicher Dank.

Mehr Informationen zum Dom findet man auf der website www.altenberger-dom.de

30.9.2000

Bezirksgruppenversammlung im Johanniterhaus in Godesberg

 
19.8.2000

Besuch des Chemieparks in Marl, anschließend Kaffee im Hause Ceumern

Acrylsäure, Acrylate, 1,3-Butadien, 1-Buten, i-Buten, Propen, Styrol, Superabsorber, Synthesekautschuk und viele andere chemische Begriffe prasselten auf die im Hörsaal des Informationscenters im Chemiepark Marl versammelten Mitglieder und Gäste der Bezirksgruppe NRW am Samstag, den 19. August, nieder. Etwa 30 Mitglieder im Alter von 12 bis über 70 Jahren lauschten den leicht verständlichen und teilweise launischen Ausführungen eines Ruheständlers der ehemaligen Chemischen Werke Hüls, heute Degussa-Hüls. Er verstand es, seinen Zuhörern die Bedeutung dieser Chemie für unser tägliches Leben im wahrsten Sinne des Wortes "plastisch" beizubringen.. Nach einer Einführung ging es dann per Bus ins Werk, wo in der Werkskantine eine deftige Stärkung in Form von Linseneintopf mit Bockwurst auf die nun chemisch vorbehandelten Balten wartete. Dann folgte eine Werksbesichtigung, der Bus glitt langsam an schlanken, hoch aufragenden Destillationskolonnen vorbei, unter wuchtigen Rohrbrücken hindurch zu Produktionsstätten, wo tatsächlich kaum noch ein Mensch mehr anwesend ist. Die Steuerung und Überwachung dieser komplizierten Prozesse erfolgt von zentralen Leitständen aus. Der modernste dieser Art wurde besichtigt!

Die Tour führte uns weiter zum werkseigenen Hafen, zu den mächtigen Kraftwerksblöcken, zum Klärwerk und den großen Rückhaltebecken zum Auffangen von Löschwasser im Falle eines Großbrandes. Unser Tour-Führer, erläuterte viele Details auf eine Art, die damit auch einem absoluten Laien verständlich wurden. „Höhepunkt“ der Tour war dann das 9. Stockwerk des Forschungsgebäudes. Von dort konnten die Besucher vom umlaufenden Balkon aus die Größe des Chemieparks erahnen und auch die grüne Umgebung des Standortes. Nach 4 Stunden "Chemie" begann dann der gesellige Teil im Hause Ceumern bei einer köstlichen Kaffeetafel. Alles in allem ein mutiges aber sehr gelungenes "chemisches" Experiment. Merke: Chemie ist nicht immer, wenn es stinkt und knallt, insbesondere dann, wenn sie von Baron und Baronin Ceumern vorgeführt wird. Vielen herzlichen Dank!

Thure v. Harpe, Meerbusch


Renata Freymann, geb. v. Samson-Himmelstjerna


Blumen für die Hausfrau vom Ehepaar Danckwerts

27.05.2000

Wo bitte geht`s hier zum Wuppertaler Zoo? 27.Mai 2000

Der Star des Frühlingsausflugs der Bezirksgruppe Nordrhein-Westfalen der Baltischen Ritterschaften war ein Winzling: Das acht Wochen alte und 830 Gramm leichte Klammeraffen-Baby Anja. 21 Erwachsene und acht Kinder hatten sich am 27. Mai im Wuppertaler Zoo zu einem Rundgang getroffen. Die "Großen" erfuhren vom stellvertretenden Zoodirektor, Dr. Arne Lawrenz, interessante Einzelheiten aus dem Zooleben. Die "Kleinen" amüsierten sich derweil bei einer kindgerechten Führung.

Lawrenz, zugleich einziger Tierarzt des Zoologischen Gartens, betreut rund 5000 Tiere (500 Arten). Den "Rittern" berichtete Lawrenz von ungeahnten Problemen. Wer kann schließlich wissen, dass der riesige Eisbär Boris überhaupt nichts mit seiner Partnerin zu tun haben will und nur mit Valium dazu gebracht werden kann, sie durch eine rosa-rote Brille zu sehen? Dass Bergtapirs aus Liebeslust ihren Weibchen die Ohren zerknabbern, während Okapis in der Lage sind, mit der langen Zunge ihre Lauscher zu putzen?

Die Königspinguine müssen im Wuppertaler Zoo auf engem Raum in gefilterter Luft leben, da die Wuppertaler Atmosphäre im Vergleich zur Antarktis viel zu verschmutzt ist. Das geflieste Pinguinhaus ist zwar leicht zu reinigen, bereitet jedoch dann Probleme, wenn die Pinguine brüten: Die auf den Füßen transportierten Eier sind ständig in Gefahr, zu zerbrechen. Sie werden deshalb durch Kunsteier ersetzt, während die richtigen in den Brutapparat wandern.

Für manche der großen Affen ist der Tierarzt der Feind, den sie durch Brüllen und Stöße gegen die Gitter abzuschrecken versuchen. Die intelligenten Primaten können im Zoo nur recht mühsam aus ihrer Langeweile gerissen werden. Die Pfleger müssen auch die Elefanten beschäftigen. Sie machen disziplinierende Übungen. Um sie daneben im Freien wenigstens etwas in Bewegung zu bringen, werden ihnen fein geschnittene Mohren ins Gehege geworfen. Die große Attraktion aber blieb für die Großen und die Kleinen das Klammeraffen-Mädchen Anja, das die Gäste mit großen Augen anschaute und sich wie eine Klette an einen Mop klammerte.

Im schönen Haus von Gerhard Baron und Nicola-Felicitas Baronin Campenhausen ging es anschließend nicht nur um Tiere. Bei leckerem Kuchen, Kaffee, Tee, Saft, Sekt und Wodka berührten die Gespräche bald Gott und die Welt.


Baron und Baronin v. Campenhausen

 

 

 

 
29.04.2000

Bezirksgruppenball in der Redoute in Bonn-Bad Godesberg

Der diesjährige Frühlingsball der Bezirksgruppe Nordrhein- Westfalen am 29. April 2000 in der Redoute, ehemals kurfürstlicher Ballsaal in Godesberg, strahlte wieder eine familiäre, dennoch festlich elegante Atmosphäre aus: Baltisch-herzliche Begrüßung durch den Vorsitzenden, Wolf-Christian Baron Ceumern-Lindenstjerna, eine flotte Polonaise, ein raffiniert ein- und ausgefädelter Tourenwalzer, eine überraschend geglückte Francaise und sonstige alte und neue Tänze vermittelten insgesamt eine wunderbare Stimmung bei Alt und - auffällig viel - Jung! Ob das Treffen ähnlich schicksalsträchtig war, wie das vor über zweihundert Jahren, als an diesem Ort am Weihnachtsabend 1790 der zwanzigjährige Beethoven dem durchreisenden Haydn vorspielen durfte, was im Weiteren den Wechsel Beethovens nach Wien zur Folge hatte, ist bisher nicht überliefert; Rückmeldungen werden noch erwartet...

Götz Baron Ropp

26.02.2000

 

C A R O L U S Kaiser Karl V. und seine Epoche (1500 - 1558)

Die schnellsten 36 Balten besuchten am 26. Februar 2000, schon zwei Tage nach ihrer Eröffnung, die sensationelle Ausstellung "Kaiser Karl V. - Macht und Ohnmacht Europas" in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Unter der fesselnden Führung einer charmanten und besonders versierten Kunsthistorikerin tauchten wir ein in eine außergewöhnliche Epoche eines der bedeutendsten Herrscherpersönlichkeiten der europäischen Geschichte, einer Zeit der großen Entdeckungen, der Reformation, des politischen, geistigen und kulturellen Umbruchs vom Mittelalter zur Neuzeit. Aus dem Staunen kam man nicht mehr heraus: Originalrüstungen (Hoch zu Pferde) des Kaisers und seiner Widersacher Franz l. von Frankreich und Sultan Suleiman; Kaiser- krone, Urkunden, Kult- und Kunstgegenstände der Mayas, berühmte Bilder der Renaissance insbesondere Tizians; überwältigend der Teppichzyklus über Karls Tunis-Feldzug: Neun über fünf Meter hohe und neun Meter breite, je mehr als 800 kg schwere, 1554 vollendete Meisterwerke, die nach den Entwürfen des gleichsam als Kriegsberichterstatter den Feldzug begleitenden niederländischen Malers Jan Cornelisz Vermeyen.

Um den baltischen Bezug wiederherzustellen, traf man sich anschließend im Hause Ropp, Bonn, für ein paar gemütliche Stunden bei Kaffee und Kuchen etc.

Götz Baron Ropp

 

Carolus

Baron und Baronin v. der Ropp
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