Bezirksgruppe Nordrhein-Westfalen

Vorstand:

Der Vorstand wird von der Bezirksversammlung für drei Jahre gewählt. Alle Mitglieder der Bezirksgruppe sind stimmberechtigt. Der derzeitige Vorstand ist für den Zeitraum 01. Oktober 2008 - 30. September 2011 gewählt. Dem Vorstand gehören acht Damen und Herren an.

Vorsitzender: Stephan v. Wahl

Jugend: Lisa v. Wahl

Namen von links: Lisa v. Wahl (Jugendvertreterin), Wolf-Christian Baron v. Ceumern-L. (stellvertretender Vorsitzender), Christa-Maria Baronin v. Hahn, Stephan v. Wahl (Vorsitzender), Marc Freiherr v. Campenhausen, Gisela Danckwerts (Kassenwartin), Christoph Freiherr v. Dellingshausen, Barbara Baronin v. Ungern-Sternberg (Vertreter der Bezirksgruppe im Rat)

Gisela Danckwerts Helmut Baron v. Schilling Stefan v. Wahl Wolf-Christian Baron v. Ceumern-Lindenstjerna ausgeschieden ausgeschieden, Nachfolge: Lisa v. Wahl Michael v. Schubert Christa-Maria Baronin v. Hahn Wolf-Christian Baron v. Ceumern-Lindenstjerna Gisela Danckwerts Dieter v. Samson-Himmelstjerna Ulf v. Samson-Himmelstjerna Nicola Freiin v. Dellingshausen Gerhard Baron v. Campenhausen Götz Baron v. der Ropp Helmuth Baron v. Schilling Dietrich v. Hirschheydt

Mitglieder: ca. 480 Mitglieder  
Veranstaltungen: Allgemein: Die Bezirksgruppe NORDRHEIN-WESTFALEN führt regelmäßig durch: - Frühlingsball in der Bonner Redoute - Kulturelle Veranstaltung, wie Ausstellungen etc. - Wandertag - Bezirksgruppenversammlung - Adventstee - Jugendveranstaltungen - Organisation des jährlichen Verbandstages einschließlich Andacht, Vortrag, Empfang und Ball mit Essen, im Wechsel mit den anderen Bezirksgruppen. Zudem übernimmt die Bezirksgruppe die Betreuung der Mitglieder in Brasilien. Aktuelles
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Aktuelles aus der Bezirksgruppe
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Veranstaltungsberichte aus der Bezirksgruppe
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Vogelsang im Nationalpark Eifel (ehemalige NS-Ordensburg)


Eine Einladung zu einer Besichtigung, unter der ich mir - zugegebener Maßen - nichts vorstellen konnte. Und dann noch eine Konfrontation mit der unrühmlichen Vergangenheit unter dem Begriff Ordensburg, der uns doch ganz anders vertraut ist?


Schließlich regnete es noch - zeitweise in Strömen - aber die Wenigen, die sich vorher noch zu einem ausgiebigen Spaziergang verabredet hatten, genossen schon einmal den herrlichen Ausblick in die Weiten der Eifel, den bergigen Weg und staunten über das ehemalige Dorf Wollseifen, das Ende der 30iger Jahre dem Umfeld dieser Ordensburg weichen musste, schließlich zerbombt und mit Häuser-Attrappen nach dem Krieg von der Belgischen Armee als Trainingsgelände für den Häuserkampf genutzt wurde. Irgendwie passte der Regen zu dieser trostlosen Leere.


Die Führung durch die "Ordensburg" selbst erhellte dann für alle, die geschichtlich noch nichts so bewandert waren, den Sinn dieser Anlage. Sie wurde ab 1934 von den Nationalsozialisten (zunächst rein gewerkschaftlich orientiert) zu Schulung des politischen Führungskräfte-Nachwuchses (Junker!) im Rahmen des totalitären Verfügungsanspruches des Systems gebaut. Wie groß dieser Anspruch war, die Jugend losgelöst vom Elternhaus und unter dem "Primat der Rasse" auszubilden und zu binden, wird aus einer Rede Hitlers im Dezember 1938 geradezu grausam deutlich:


"Diese Jugend, die lernt ja gar nichts anderes, als deutsch denken, deutsch handeln, und wenn diese Knaben mit 10 Jahren in unsere Organisation hineinkommen und dort oft zum ersten Mal überhaupt eine frische Luft bekommen und fühlen, dann kommen sie vier Jahre später vom Jungvolk in die Hitlerjugend, dort behalten wir sie wieder 4 Jahre und dann geben wir sie erst recht nicht mehr zurück in die Hände unserer alten Klassen- und Standeserzeuger, sondern dann nehmen wir sie sofort in die Partei, in die Arbeitsfront, in die SA oder in die SS, in das NSKK usw. Und wenn sie dort 2 Jahre oder 1 1/2 Jahre sind und noch nicht ganze Nationalsozialisten geworden sein sollten, dann kommen sie in den Arbeitsdienst und werden dort wieder 6 und 7 Monate geschliffen, alles mit einem Symbol, dem deutschen Spaten. Und was dann nach 6 und 7 Monaten noch an Klassenbewusstsein oder Standesdünkel da oder da noch vorhanden sein sollte, das übernimmt dann die Wehrmacht zur weiteren Behandlung für 2 Jahre und wenn sie nach 2, 3 oder 4 Jahren zurückkehren, dann nehmen wir sie, damit sie auf keinen Fall rückfällig werden, sofort wieder in die SA, SS usw., und sie werden nicht mehr frei ihr ganzes Leben. Und sie sind glücklich dabei!"


Insgesamt waren vom Architekten Clemens Klotz vier solcher Ordensburgen als Teil des umfassenden Ausbildungskonzeptes von Robert Ley (Leiter der Deutschen Arbeiterfront) geplant. Gebaut wurden "Vogelsang", "Sonthofen" und "Krössinseee" (Pommern), die (wirkliche) Ordensburg Marienburg kam nicht mehr in den "Genuß" dafür umgebaut zu werden.
Die Ausbildung der "Junker" sollte 4 Jahre umfassen, je ein Jahr auf jeder Burg, mit jeweils spezifischen Ausbildungsschwerpunkten.
Das riesige Gelände wurde erst 2005 von den Belgiern freigegeben und wird seit dem als denkmalgeschütztes Ensemble der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, als Beitrag zur Aufklärung und als Erinnerungsort an die Geschichte des Nationalsozialismus und deren Folgen. Ein Besucherzentrum ist gleichzeitig Ausstellungsort für eine noch im Aufbau befindliche Dokumentation zur NS-Geschichte.
Das geschichtlich Bedrückende wird hier ein wenig kompensiert durch die herrliche Natur und den wunderbaren Blick auf den Urftsee. Der Vorsitzende hatte diese Besichtigung eigentlich und insbesondere für die Jugend gedacht, für die das eine sicher hervorragende und lebendige Geschichtsstunde gewesen wäre, aber leider, leider……..
Auf jeden Fall ganz herzlichen Dank für diesen informativen Nachmittag mit schließlich fast 30 Personen.

Wolf-Christian Baron v. Ceumern-L.

24. April 2010

Frühlingsball

Seit 50 Jahren ist die Redoute Ort festlicher Frühlingsbälle der Bezirksgruppe Nordrhein-Westfalen. Viele junge Damen haben hier ihren ersten Ball erlebt und sind als Debütantinnen vorgestellt und geehrt worden, Freundschaften sind hier entstanden, Bünde fürs Leben vorbereitet. Nun soll sie künftig eventuell einer anderen Nutzung dienen. War der 2010er Frühlingsball dann der letzte in NRW? Mit Sicherheit nicht! Wenn er nicht hier stattfinden kann, wird woanders getanzt werden.

Die Godesberger Redoute wurde von dem Kölner Kurfürsten Max Franz (1756-1801) als Repräsentationsbau für Musik, Theater, Tanz und Spiel errichtet.

101 Anmeldungen - und ohne den Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull wären es noch mehr gewesen - und ein Empfang, der wegen des wunderbaren Wetters nach Jahren endlich wieder einmal draußen auf der Terrasse stattfinden konnte. Positive Rückmeldungen aus dem Kreis der Teilnehmer mit dem Ausdruck der Hoffnung auf weitere schöne Bälle sind geradezu Verpflichtung, die Traditionsveranstaltung fort zu führen!

Stephan v. Wahl

 
27. März 2010 Folkwang-Museum in Essen

"Das schönste Museum der Welt", so titulierte der Mitbegründer des Museum of Modern Art in New York, Paul J. Sachs bei einem Besuch in Essen 1932.
Die Nationalsozialisten unterbrachen brutal die fortschrittliche Ankaufs- und Ausstellungspolitik des Museums durch den damaligen Leiter Karl Osthaus und konfiszierten 1937 mehr als 1.400 Werke, die später legal verkauft oder als "entartet" vernichtet wurden, heute aber zu den Meisterwerken großer Museen und Privatsammlungen im In- und Ausland gehören, darunter Gemälde von Kandinsky und Matisse, Nolde, Kirchner und Marc, Munch und Beckmann.
Die Ausstellung in dem durch die Kruppstiftung ermöglichten Neubau des Museums bringt erstmals auch diesen alten Schatz des Museums durch weltweite Leihgaben wieder ans Licht.
Für die Teilnehmer der Bezirksgruppe gab es am 27. März zwei Führungen, die nicht nur diese Ausstellung sondern auch die Architektur des beeindruckenden Neubaues zeigten. Es war ein wunderbares Erlebnis, herzlichen Dank an die Organisation.
Dass man sich nachher noch im nahe gelegenen Kaffee noch zum Austausch und gemütlichen Ausklang traf, ist schon guter Brauch.

Wolf-Christian Baron v. Ceumern-L.

13. Dezember 2009 Adventstee  
16.-18. Oktober 2009 Verbandstag in Berlin  
19. September 2009 Rittergrill und Bezirksversammlung im Hause v. Samson, Bergisch-Gladbach  
29. August 2009

Moderne Kirchen in Köln

Zu einer ganz besonderen Tour durch Köln wurden die Mitglieder der Bezirksgruppe unter der Organisation von Petern von Weymarn eingeladen. Es sollten einmal nicht die alten historischen Kirchen in Köln besichtigt werden, sondern eine Auswahl moderner Kirchen.

Es begann mit „St. Engelbert“, 1931 erbaut vom bekannten Architekten Dominikus Böhm – Begründer einer bedeutenden Kölner Architektendynastie – von dessen Enkel der Entwurf für die noch zu bauende Große Moschee stammt. Der Kirchenraum hat die Form eines Oktogons, mit einer beeindruckenden, sternförmigen Kuppel und mit parabelförmigen Nischen. Aufgrund ihres ungewöhnlichen Äußeren trägt die Kirche seit Anfang an den Namen „Zitronenpresse“ – ein Begriff, der … trifft. Die Altarnische ist zurückgesetzt und bekommt seitlich Licht. In dieser Kirche erinnert eine Tafel an die berühmte Sylvesterpredigt von Kardinal Frings, in der er quasi den Mundraub in Zeiten der Not absegnete und daher der Begriff „fringsen“ geprägt wurde.
Zum Schluss spielte die junge aber bereits sehr erfolgreiche Cellistin Katharina Deserno, Lehrbeauftragte an der Musikhochschule Köln, das Präludium aus der 2. Suite d-moll von Bach. Sie begleitete uns durch alle Kirchen und war eine wunderbare Ergänzung zur visuellen Aufnahme in den Kirchen.
Weiter brachte uns der Bus zu „Neu St Alban“, eine fünf-eckige und – im Vergleich zur vorherigen – geradezu düstere Kirche. Der Hausherr Pastor Herkenrath – ein bekannter und kritischer Prediger in Köln – begrüßte uns persönlich und überließ uns dann seine Kirche. Auch hier in der 1957/58 erbauten Kirche wurden auf Empfehlung von Kardinal Frings („voreilenden Gehorsam“ nannte er das!) konstruktiv die Ergebnisse des Zweiten Vatikanischen Konzils von 1963 vorweg genommen und der Altar so platziert, dass der Priester die Messe mit dem Gesicht zur Gemeinde zelebrieren konnte. Bemerkenswert die Orgel mit den Apostelfiguren an der Empore und das Kreuz über dem Altar. Hier spielte die Cellistin die „Sarabande“ aus der erwähnten Bach’schen Suite.

Die dritte Kirche war die von Gottfried Böhm in den Jahren 1967-70 erbaute Backsteinkirche „Christi Auferstehung“ (er baute auch die Kirche in Neviges, in der wir uns vor Jahren zu einem Adventskonzert trafen). Schon von Außen sieht man einen wuchtigen Block, und viele empfinden auch die Betonblöcke im Innern erdrückend, aber die Kirchenfenster (mit den Darstellungen Erlösung, Schöpfung, Auferstehung und Ehre Mutter Gottes) mit den roten Strukturen, die das Blut symbolisieren sollen, sind wirklich beeindruckend.
Hier spielte, angesichts der wirklich modernen Architektur, die Cellistin ein erst Anfang 2009 entstandenes Stück der russischem Komponistin Oxana Omelchuk: „Hommage an Clara Schumann“. Bemerkenswert, welche Töne und Laute dem Cello entlockt werden können!

Schließlich fuhren wir zu „St. Joseph“, einer in den Jahren 1951-54 von dem Kirchen-Architekten Rudolf Schwarz erbauten Kirche. Das Betonfachwerk in Zick-Zack-Struktur ergibt einen sehr hellen Raum und führte zu dem im Volksmund gebrauchten Spitznamen St. Zickzack. In dieser lichten und großzügigen Kirche wird der Ansatz des Architekten deutlich, dass die Liturgie die Architektur bestimmt. Zum Schluss hörten wir dann noch einmal Bach.

Dass die Mitglieder sich dann noch im Café des Traditionshotels „Dom-Hotel“ mit seiner exquisiten Konditorei in gemütlicher Runde trafen ist schon nebensächlich, angesichts der beeindruckenden Informationen und Bilder die Peter v. Weymarn, Frau Dr. Viola Brixius und Stephan v. Wahl uns in wunderbarer Arbeitsteilung vermittelten, vor allem auch durch die Begleitung der Cellistin.

Wir danken den Organisatoren für diese einmalige Veranstaltung.

Wolf-Christian v. Ceumern-L.

St. Engelbert

Neu St. Alban

Christi Auferstehung

St. Joseph

21. Juni 2009

Duisburger Zoo mit Delphinarium - eine Veranstaltung für Jung und Alt

Barbara Baronin v. Ungern-Sternberg und die Jugendvertreterin Lisa v. Wahl organisierten für Erwachsene und Kinder am 21. Juni 2009 einen Besuch des Duisburger Zoos mit Führung sowie anschließender Vorführung im Delphinarium.

Gedacht war die Veranstaltung als ein Treffen der Generationen. Dies ist grundsätzlich auch gut gelungen. Der 21. Juni aber ist wohl ein allgemeiner Tag der Feste und Veranstaltungen. Noch nie sind so viele mit Bedauern ausgesprochene, schriftliche und mündliche Absagen erfolgt, wobei positiv zu vermerken ist, dass sie ausgesprochen wurden. Das Interesse an der Arbeit der Bezirksgruppe wurde damit eindrucksvoll dokumentiert. Letztendlich trafen sich 33 Erwachsene und Kinder.

Diese genossen die Führung mit außergewöhnlichen Erläuterungen zu ausgewählten Tierarten. Hier besonders hervorzuheben ist das Betreten der Schildkrötenanlage mit der Möglichkeit, mit den Riesenschildkröten unmittelbaren Kontakt aufzunehmen, sie zu kitzeln und zu streicheln und die Hand unter den Bauch zu schieben, woraufhin sie sich erhoben und sich in ihrer vollen Pracht zeigten.

Höhepunkt der Veranstaltung aber war der Besuch des Delphinariums: Die Delphine zeigten den überaus zahlreichen Besuchern in beeindruckender Weise ihr Können. Es war da ein Springen, Pirouettendrehen, Saltischlagen, Fischefangen, Bauchplatschen und Wasserspritzen, dass es eine Freude war. Ein großer Spaß für Groß und Klein. Schön zu sehen war, wie sich sowohl der zweijährige Knabe als auch die achtzigjährige Lady herzlich über die Späße der Delphine sowie des Conferenciers und Trainers amüsierten.

Bei der „Lindenwirtin“ ließen wir den Tag ausklingen.

Stephan v. Wahl

09./10. Mai 2009 Ratstagung in Höhnscheid  
25. April 2009 Frühlingsball in der Redoute, Bad Godesberg  
21. März 2009

Besichtigung des ehemaligen Bundesbunkers an der Ahr

Tief im Felsen: nackter Beton, Kahlheit, Düsternis, lange Gänge, winzige Räume, Holzbänke, ausgeklügelte Belüftungsanlagen gewaltige Sicherheitssysteme, nüchterne Schaltzentrale, ärztliche Schreckenskammer mit handbetriebenem Zahnbohrer – aber auch buntes Mobiliar und farbenfrohe Wände.

Zu einem Treffen der besonderen Art begab sich im Frühjahr auf fremdes Terrain die Bezirksgruppe Nordrhein-Westfalen: Am 21.März traf sie sich in Rheinland-Pfalz zum Besuch des ehemaligen Regierungsbunkers bei Ahrweiler. Frau Irmela Richter hatte die Organisation der Veranstaltung übernommen und landete damit eine der bestbesuchten Veranstaltungen der Bezirksgruppe überhaupt und heimste geradezu überschwängliche Beurteilungen hinsichtlich Qualität der dargebotenen Besuchsveranstaltung als auch des nachfolgenden Treffens in einem speziell für uns reservierten Café in der Altstadt von Ahrweiler ein. 70 Balten ließen es sich nicht nehmen, auch aus größter Entfernung anzureisen. Viele, die nicht teilnehmen konnten, bedauerten dieses noch lange im Nachhinein.

Der Regierungsbunker war einst der geheimste Ort der Bundesrepublik, verborgen in tiefem Felsgestein hinter atombombensicheren, meterdicken Rolltoren. Von hier, dem „Ausweichplatz der Verfassungsorgane“ sollte für den Fall eines atomaren Angriffs für die Dauer von 30 Tagen die zivile Ordnung der Bundesrepublik Deutschland aufrechterhalten werden. Seit März 2008 ist die im Volksmund auch „Bundesbunker“ genannte Anlage als Museum allgemein im Rahmen einer etwa einstündigen, in unserem Fall aber etwas ausführlicheren Führung zugänglich.

Die Führung war auch für Kinder und Jugendliche von größtem Interesse und Unterhaltungswert.

Stephan v. Wahl

07. Dezember 2008 Adventstee im Hause v. Wahl, Köln  
     
     
28.09.2008

Bezirksversammlung

Abschied und Willkommen

Es war eine besondere Bezirksgruppenversammlung mit anschließendem Grillen, die am 28. September 2008 im gastfreien Haus von Herrn Michael v. Schubert und seiner Frau in Sankt Augustin abgehalten wurde, vorzüglich und großzügig ausgerichtet.
Nicht die üblichen Regularien standen im Vordergrund, sondern der Bericht des Bezirksgruppenvorsitzenden Baron Ceumern über eine Vielzahl von unterschiedlichen, zumeist sehr gut be- suchten Veranstaltungen, die er mit Unterstützung aus dem Kreise der Vorstandsmitglieder im Berichtsjahr durchgeführt hatte. Sie zeigten einmal mehr die Lebendigkeit der Bezirksgruppe, deren Mitglieder die Einladungen zu diversen Ausstellungen oder Besichtigungen gerne angenommen hatten.
Aber diese Versammlung beherrschte auch eine gewisse Wehmut, war dieses Treffen doch das erste und letzte im Schubertschen Hause, da der Hausherr aus beruflichen Gründen einen Ortswechsel vornehmen muß; Verlust für das Rheinland, Gewinn für die Bezirksgruppe seiner neuen Wirkungsstätte.
Aus dem Vorstand schied nach 15 Jahren Baron Helmuth Schilling aus, der den Lesern des Nachrichtenblattes als unermüdlicher Akquisiteur von Anzeigen bekannt ist, die die Druckkosten senken und der den Angehörigen der Bezirksgruppe durch seine frühere journalistische Tätigkeit zu einem interessanten Besuch des Kölner Senders verhalf. Er wurde mit einem kleinen Silbergeschenk bedankt und verabschiedet.
Verständlich, aber überaus schmerzlich war die Bekanntgabe von Baron Ceumern, nach 12 Jahren das Amt des Bezirksgruppenvorsitzenden niederlegen zu wollen. Er war, unterstützt durch seine Frau Gemahlin, ein souveräner Repräsentant der Bezirksgruppe, ideenreich und anregend, mit großem persönlichem Einsatz, der es verstanden hatte, die geographisch weit verstreuten Mitglieder immer wieder zusammenzuführen und ihnen damit das Gefühl einer lebendigen Gemeinschaft zu vermitteln. Die Bezirksgruppen gewinnen ja zunehmend an Bedeutung, stellt sich doch der Verband für einen großen Teil seiner Mitglieder oft nur noch in dieser räumlich nahen Organisation dar, die stets menschliche Nähe und Verbundenheit bietet. Auch im Kreise der anderen Bezirksgruppenvorsitzenden wurde Baron Ceumerns Rat und sein Engagement hoch geschätzt.
Tröstlich bleibt, daß er weiterhin dem Vorstand der Bezirksgruppe angehören wird und damit die Kontinuität gesichert ist.
Zum Nachfolger wurde einstimmig Herr Stephan v. Wahl bestimmt, der schon lange als Stellvertreter und gewiefter Organisator von Veranstaltungen im Vorstand mitgearbeitet hatte, sodaß die Amtsübergabe nahtlos erfolgte.
So gilt an dieser Stelle Baron Ceumern und der Baronin, die still im Hintergrund, vor allem als ihr Mann noch beruflich beansprucht war, ihn unterstützte, ein großer Dank und Herrn v. Wahl begleitet der Wunsch für eine glückliche Hand in der Leitung der Bezirksgruppe Nordrhein-Westfalen
Ernst Dietrich Baron v. Mirbach

30.08.2008

Besichtigung Schloss Benrath

Die Bezirksgruppe Nordrhein-Westfalen traf sich am Samstag, dem 30. August 2008, zu einem Nachmittag im Schloß und im Park Benrath in Düsseldorf. Dreißig Teilnehmer, davon 5 Kinder, wurden in zwei Gruppen geteilt, durch das stilgerecht restaurierte Schloß geführt.
Das Schloß Benrath wurde 1755 bis 1773 in einem Mischstil gebaut. Von der barocken Anlage, über Rokoko-Verzierungen und einzelne Klassizismus-Anklänge ist fast alles zu finden. Vom Keller bis zu den Personalwohnungen ganz oben gibt es fünf Stockwerke. Wir besichtigten das Lapidarium im Keller, die Haupträume im Erdgeschoß und die Gästeappartements in einem oberen Stockwerk. Für Standesgenossen des Kurfürsten gab es dort mehrräumige „Gästezimmer“. Der Bau des Schlosses als Sommer und Jagdschloß sollte die Bedeutung der Residenzstadt Düsseldorf im Vergleich zu den anderen Residenzen des Kurfürsten steigern.
In einem Flügelbau des Schlosses befindet sich seit 2002 das „Museum für Europäische Gartenkunst“. Wir durchstreiften in kleinen Gruppen ein paar der Räume, für alle 2000 m² Ausstellungsfläche reichten die Kräfte nicht mehr. Dort gab es neben den museumsüblichen Ausstellungsgegenständen „Gartenautomaten“ zu sehen, also Modelle von pfeifenden, zwitschernden oder beweglichen Unterhaltungsautomaten für Parkbesucher.
Nach diesem Kulturprogramm wanderten wir diagonal durch den englischen Teil des Parks und sammelten uns wieder auf der Aussichtsterrasse eines Cafés am Rheinufer. Hier wandelte sich der Charakter der Veranstaltung ins baltische. Es gab fröhliche und herzliche Unterhaltungen und ewig lange Verabschiedungen. Einige blieben noch zum Abendessen auf der Terrasse.
Es war ein schöner Ausflug. Die Führungen im Schloß waren sehr gut. Das Wetter passte ideal für den Spaziergang durch den Park. Und der Ausklang am Rheinufer krönte den Tag. Wer nicht dabei war, sollte sich ärgern, denn er hat etwas verpasst.
Übrigens, das ursprünglich vorgesehene Picknick wurde kurzfristig abgesagt, weil sich doch zu wenig Kinder bzw. Jugendliche angemeldet hatten.
Wir danken Baron Schilling und seiner Gattin für die Organisation des Nachmittags.
Marc Freiherr v. Campenhausen

28.06.2008

Zeche Zollverein Essen/Gelsenkirchen: Bezirksgruppe und Weltkulturerbe

Mehr als 300 Mitglieder der Bezirksgruppe NRW ... werden bedauern, nicht dabei gewesen zu sein, als sich 23 von uns im Besucherzentrum „am Ende der wohl längsten Rolltreppe in Deutschland“ zu einer hochinteressanten Führung durch das Weltkulturerbe Zollverein - ehemals die „schönste Zeche der Welt“ - heute das bekannteste Industriedenkmal und Zentrum der Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet trafen.
Nachdem im Jahre 1986 nach 135 Jahren die Steinkohleförderung eingestellt worden war und 1993 die Kokerei nach 32 Jahren ihren Betrieb geschlossen hatte, wurde im Jahre 2001 die Zeche Zollverein in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes eingetragen.
Zum Besuch dieses Industriedenkmals als Teil der berühmten „Route der Industriekultur“ im Ruhrgebiet hatte der Bezirksgruppenvorsitzende Wolf-Christian Baron Ceumern eingeladen und ganz unnötiger Weise darauf hingewiesen, „ausreichend Zeit für die Anfahrt im unbekannten Gelände“ vorzusehen, denn schon in weitem Umkreis weisen Schilder auf dieses einmalige Kulturdenkmal hin. Den weiten Umkreis konnte man schon zu Beginn der Führung vom Dach des Zechengebäudes herrlich genießen, der halbe "Ruhrpott" lag den Teilnehmern zu Füßen.
Jeder weiß, daß die Kumpel sich waschen mußten, aber daß Kohle gewaschen wurde, haben wir unter anderem gelernt. Auf der zweistündigen Führung durch das Herzstück und größte Gebäude der Schachtanlage Zollverein XII, die ehemalige Kohlenwäsche mit ihrem Maschinenbestand und den damit verbundenen Einrichtungen entdeckten wir, wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, diese im Design-Zentrum red dot, aufeinander treffen und erlebten faszinierende Ein- und Ausblicke. Beeindruckt waren wir von Bildern und Berichten des ausgezeichneten jungen Führers über die schwere und gefährliche Arbeit der Kumpel über und unter Tage und auch der Pferde unter Tage.
Zu dem schon üblichen gemeinsamen Kaffeetrinken blieb man im „Casino Zollverein“ beisammen, einem ansprechend im Gemäuer des ehemaligen Kompressorhauses der Zeche eingerichteten Restaurant mit einem erfreulich großen Kuchenangebot und umgeben von alten, eingemotteten technischen Apparaten. Dabei wurde auch gleich über die nächsten möglichen kulturellen Vorhaben der Bezirksgruppe gesprochen. Was immer das auch sein wird, es wird sich lohnen, wieder dabei zu sein.

Hasso v. Samson-Himmelstjerna

21.06.2008 Kultur- und Grilltag für die Jugend  
3.-4.05.2008 Ratstagung  
12.04.2008

Frühlingsball in der Bonner Redoute

Alljährlich feiert die Bezirksgruppe Nordrhein Westfalen in den so klassischen und bemerkenswerten Räumlichkeiten der Bonner Redoute einen Frühlingsball zu. Auch in diesem Jahr kann man wieder von einem Erfolg sprechen, wenn sich knapp 100 Mitglieder und Gäste einfanden. Nach dem Empfang im schönen Parksaal unter dem Blitzgewitter des Fotografen, zog man in den festlich geschmückten Saal.

Bei der Begrüßung nutze der Vorsitzende die Gelegenheit, eine Teilnehmerin mit einem Blumenstrauß zu beschenken, die in den letzten 10 Jahren ununterbrochen an allen Bällen teilgenommen hatte! Zwei weitere Ehepaare hatten es immerhin auf neun Teilnahmen in diesen zehn Jahren gebracht, auch dies ein Anlass, für die Treue zu eben dieser Veranstaltung zu danken und einen Strauß zu überreichen. Dass die Damen noch einmal speziell begrüßt wurden (durch Stephan von Wahl) versteht sich von selbst – auch in dieser ergreifenden Kürze.

Begleitet durch den bereits bewährten Disc-Jokey folgte man der Polonaise, den einzelnen Tanzfolgen, ließ sich vom Tourenwalzer durcheinander wirbeln und als später schließlich die Jugend auch richtig aktiv wurde, konnte es mit Francaise und Troika weitergehen. Gerade so ein kleiner, familiärer Ball hat seinen ausgesprochenen Charme und zum Schluß stellen alle fest, dass es gut und schön war, dabei gewesen zu sein und sie bedauern diejenigen, die nicht gekommen sind. Also planen Sie schon einmal den Termin im nächsten Jahr fest ein: 25.4.2009!

Der Dank gilt den heimlichen und offiziellen Organisatoren, die es wieder einmal geschafft haben, ein sehr schönes Fest in baltischer Tradition auszurichten.

Wolf-Christian Ceumern

Alle Photos siehe: www.foto-hoeller.de mit Zugang zur Galerie: 080412-b-ritter

08./09.03.2008 Jugendball in Göttingen  
17.02.2008

Führung Kölner Dom

Es sollte ein "normale Besichtigung" werden, zugegeben mit ein paar Besonderheiten, doch es wurde ein außergewöhnliches Ereignis. Zum einen, weil sich am Sonntag, 17.Februar, überwältigende 75 Teilnehmer angemeldet hatten, zum anderen, weil die Führungen sehr gut waren. Und die Besonderheiten?: Wer hat schon einmal das auf der Bahnhofseite gelegene und fast versteckte Baptisterium gesehen – selbst für Kölner unbekannt. Dabei ist das Taufbecken aus dem Jahr 500 doch das älteste bekannte Taufbecken in Deutschland. Das gilt auch für das große Holzkreuz im Nordflügel. Und schließlich stellte sich auch das neue "Richterfenster", das so viele Diskussionen ausgelöst hatte, im schönsten Sonnenlicht beeindruckend und überzeugend dar.
Danach platze natürlich das Kaffee aus allen Nähten und manche hatten Probleme einen Platz zu finden. Aber auch das konnte gelöst werden. Und so wurde auch dieser Teil der Veranstaltung nett und gemütlich. Schließlich gab es zu ausreichend Kaffe und Kuchen genug Gelegenheit, das eine oder andere Gesehene noch einmal zu diskutieren.
Unser herzlicher Dank gilt Herrn von Wahl für die Gestaltung und Organisation dieser Veranstaltung.

Wolf-Christian Baron v. Ceumern-L.

 

Ende November

Bonjour Russland

Der Einladung von Baronin Ungern-Sternberg und Ihrer Söhne folgend erlebten am 25. November zahlreiche Mitglieder der Bezirksgruppe NRW im Düsseldorfer museum kunst palast die faszinierende Ausstellung „Bonjour Russland“. Die Exponate, in dieser Zusammenstellung einzigartig, sahen sich einige Teilnehmer bereits zum zweiten Mal an. Spitzenwerke der französischen und russischen Moderne trafen aufeinander, wobei der Fokus der Ausstellung auf Meisterwerken aus den Jahren 1870-1925 lag. Dank guter vorbereitender Organisation kamen wir trotz eines großen Besucherandranges in den Genuss einer Führung.

In dieser wurde deutlich, in wieweit es Parallelen und gegenseitige Beeinflussungen gab. Es wurden aber auch die unterschiedlichen Wege der modernen russischen und französischen Kunstentwicklung aufgezeigt. Bekannte Werke von Matisse, Renoir, Cézanne, Gauguin u.a. wurden in Beziehung gesetzt zu bedeutenden russischen Künstlern wie Repin, Malewitsch und Nesterow. Die Museumsführerin bestritt die 75-minütige Führung mit vollem Einsatz und verlor am Ende fast ihre bereits durch viele vorangegangene Vorträge angeschlagene Stimme.

Die außergewöhnliche Kombination von Schlüsselwerken der französischen und russischen Moderne wurde ermöglicht, indem die vier bedeutendsten russischen Museen (die Eremitage und das Russische Museum in St. Petersburg sowie die Tretjakow-Galerie und dass Puschkin Museum in Moskau) erstmals gemeinsam(!) mehr als 120 Werke zur Verfügung stellten. Die spannende Führung weckte bei einigen Mitgliedern der Bezirksgruppe das Bedürfnis, bestimmte Werke bei einem weiteren Besuch noch einmal auf sich wirken zu lassen.

Nach einem kurzen Aufenthalt im Museumsshop fuhren wir in das nahe gelegene Meerbusch, um bei Baronin Ungern-Sternberg und Ihren Söhnen den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen gemütlich ausklingen zu lassen. Durch die vielen anregenden Gespräche vergingen die Stunden wie im Fluge. Jung und Alt, der jüngste Gast gerade 11 Wochen, saßen beisammen und genossen das große Kuchenbuffet, zu dem viele beigetragen hatten.
Ihnen, verehrte Baronin Ungern-Sternberg, und Ihren Söhnen ganz herzlichen Dank für Ihre Gastfreundschaft.


Maresa v. Eynern und Michael v. Wahl

20.10.2007

Instrumentenkarussell, musizierende Kinder bei Baron und Baronin Bussche

Freiherr und Freifrau v. dem Bussche hatten zum „Instrumentenkarussell“ am 20. Oktober 2007 auf Schloss Neuenhof eingeladen. Geladen waren Kinder, die ein oder mehrere Instrumente spielen, sowie zur Verstärkung und Leitung des Orchesters Erwachsene.
Es kamen zum Musizieren: 10 Kinder im Alter von acht bis elf Jahren und 4 Erwachsene. Als „Tross“ kamen: 4 Erwachsene mit 2 Kindern und einem Hund. Die folgenden Instrumente waren vertreten (in Klammern die jeweilige Anzahl): Geige (6), Cello (1), Waldhorn (1), Trompete (1), Querflöte (2), Sopran- / Altflöte (2) und Klavier (1).
Unter der musikalischen Leitung von Julia und Michael v. Schubert und der musikalischen Assistenz von Freiherr Andreas Medem übte man vormittags und nachmittags in einer jeweils eineinhalbstündigen Einheit. Daran schloss sich jeweils die „öffentliche“ Aufführung vor den Gastgebern und dem Tross an. Vormittags übte und spielte man aus den Vierjahreszeiten von Vivaldi den HERBST und nachmittags den WINTER. Da Vivaldi nicht den Einsatz eines Klaviers in diesen Stücken vorgesehen hatte, gab es vor der jeweiligen Aufführung ein Vorspiel auf dem Klavier: Den Marsch aus Star Wars, aber auch Anklänge an Elise und die Mondscheinsonate von Beethoven.
Alle genossen das Mittagessen an dem wirklich großen Tisch und die Kinder danach die Freiheit auf der Pferdewiese. Das kalte, aber sonnige Wetter lockte auch den Tross zwei Mal nach draußen zu Spaziergängen mit Hunden.
Die Initiative von Baronin und Baron Bussche, Kinder zum gemeinsamen Musizieren zusammenzurufen, bei dem das andere Spiel nicht zu kurz kommt, ist dankbar zu begrüßen. Sie ist zudem so gut angekommen und gelungen, dass man beschloss, diese Idee fortzusetzen und im Frühjahr 2008 das 2. Instrumentenkarussell durchzuführen. Dafür werden weitere Kinder gesucht, die insbesondere Cello oder Bratsche spielen.
Es war ein besonderer Tag auf Schloss Neuenhof.

Rötger Frhr. von Dellingshausen

08.09.2007

Rittergrill und BZ-Versammlung

Alle zwei Jahre folgt der obligatorischen Bezirksversammlung in Nordrhein-Westfalen der berühmte Rittergrill im Hause von Heilke und Hasso v. Samson-Himmelstjerna. So auch in diesem Jahr, obgleich der Hausherr nach einer zwar erfolgreichen aber noch nicht so ganz überstandenen Operation, für einen solchen Veranstaltungsmarathon eigentlich noch nicht einsatzfähig war. Aber er dirigierte mit Krücken - also gleichsam mit verlängerten Armen - die vielen helfenden Hände und alles lief wie geplant.

Traditionsgemäß ist diese Veranstaltung schon immer gut besucht, aber diesmal kamen besonders viele (49) - auch einige, die sich nicht angemeldet hatten -, so dass die Kapazität des Hauses nahezu erschöpft war. Angepasst an das Wetter und die häusliche Situation dampfte auch erstmals kein Grill, die "Ritter" und Ihre Damen konnten sich aber am reichlich aufgebauten Buffet erfreuen und nach der Versammlung ausgiebig miteinander plauschen. Da es diesmal auch kein Rittergedicht gab, war also eigentlich alles anders als sonst - und doch wie gewohnt harmonisch.

Wir danken dem Ehepaar Samson, dass Sie trotz argen Handikaps wieder Ihr Haus mit großer Gastfreundschaft zur Verfügung gestellt haben und wünschen weiterhin gute Genesung.

Wolf-Christian Baron v. Ceumern

11.08.2007

Rheinpark Köln

Weltausstellungen, Gartenausstellungen, Messen, Weltneuheiten für Kinderspielanlagen, nicht zu vergessen den Einfluss der Architektur der 50iger Jahre, einschließlich der bekannten Zeltkonstruktionen von Frei-Otto und viele - heute leider versiegte und nur noch rudimentär sichtbare - Springbrunnen, alles das hat der Rheinpark in Köln - direkt am Rhein hinter den berühmten Rheinterrassen und dem Tanzbrunnen sowie dem heutigen Messengelände gelegen – erlebt, und vieles Altes aber besonders das Neugestaltete lässt sich wunderbar erlaufen! Der Park liegt zentral in unserer Bezirksgruppe und war doch einigen noch unbekannt.

Vermutlich wegen des tagelangen Dauerregens hatten sich nur wenige angemeldet und mussten feststellen, dass der Mut sich gelohnt hat, denn bei strahlendem Sonnenschein führte uns die Kunsthistorikerin Frau Dr. Brixius, die Ihre Dissertation über den Park, seine Geschichte und Ausstattungsmerkmale geschrieben hat, eben durch diesen Park und ließ mit vielen Bilden vergleichend die frühere Gestaltung lebendig werden.
Wenn man auch auf den verschiedenartigen Baumbestand achtete und den neugestalteten Großen Rosengarten blühen sah, so war das zudem noch ein wunderschönes Naturerlebnis.
Da die Kinder leider "ausgeblieben" waren, wurde ein wenig umdisponiert und das anschließende Picknick in das sonnige Gartenrestaurant verlegt. Der Dank gilt "den Ausrichtern" Stephan von Wahl und Frau Dr. Brixius. Sie haben für einen interessanten und lehrreichen Spaziergang gesorgt.

Wolf-Christian Baron v. Ceumern-L.

02.06.2007

Kaiserswerther Diakonie

"Auf den Spuren von Theodor und Friederike Fliedner" – unter diesem Motto trafen sich am Samstag, den 02.06.07 über 30 Mitglieder der Bezirksgruppe Nordrhein Westfalen im sonnigen Kaiserswerth. Auf Initiative und Einladung von Baronin Pahlen haben wir die beeindruckenden Zeugnisse des Ehepaares Fliedner kennen gelernt, die als Pastorenpaar Mitte des 19. Jhds im Düsseldorfer Westen aus dem Nichts das erste und auch heute noch weltweit bedeutende Diakonissen Mutterhaus gegründet haben. Frau von Richthofen – als derzeitige Leiterin der Anstaltsbibliotheken - hat dankenswerter Weise fachkundig die Führung übernommen. So erfuhren wir von dem Symbol der Kaiserwerther Diakonie (der Taube als biblisches Symbol der Hoffnung) und dem Senfkorn (aus dem kleinen Senfkorn wächst eine große Pflanze).


Beeindruckend vor allem auch das strategische Konzept Fliedners: nach der Ausbildung schickte er – sozusagen als Multiplikator - jeweils zwei Schwestern europaweit in die Krankenhäuser und baute so ein riesiges Netzwerk auf.
Die etwa 2000 Mitarbeiter folgen noch heute dem Anspruch, den Theodor Fliedner vor über 150 Jahren gestellt hat: Mit hilfsbedürftigen Menschen Heilung suchen. Damit die Hilfe qualifiziert geleistet werden kann, gibt es zum Beispiel auch Schulungseinrichtungen für soziale Berufe. Eine wichtige Rolle übernimmt in der Kaiserswerther Diakonie auch die Kaiserswerther Schwesternschaft mit ihren etwa 200 Mitgliedern. Auf einem wunderschöner Friedhof mit Rosen und schlichten Grabplatten wurden und werden die Diakonissen beigesetzt.


Die Einrichtung als solche ist vielen bekannt. Trotzdem war oft ein „ach so ist das“ aus dem interessierten Auditorium zu hören, als Frau von Richthofens Fakten und Hintergründe über die Organisation und auch die Bedeutung dieses mitten in Nordrhein Westfalen angesiedelten Werkes anschaulich darstellte. Gesehenes und Gehörtes boten genug Stoff für anregende Gespräche im Hause von Baronin Pahlen.
Erfüllt von herzlicher Gastfreundschaft und beladen mit neuen Erkenntnissen verließen die letzten erst in den frühen Abendstunden das Haus. Wir danken Baronin Pahlen für diesen rundum gelungenen Nachmittag.

Gerhard Campenhausen

21.04.2007

Frühlingsball in der Bonner Redoute

Bei schönstem Frühlingswetter trafen sich ca.90 stolze Rittersleute in dem traditionsreichen Rahmen der Redoute in Bonn Bad Godesberg. Alle die nicht kommen konnten, haben etwas verpasset. Viel Jugend war wieder erschienen. Aber auch die mittleren und älteren Semester bevölkerten eifrig die Tanzfläche bei Polonaise, Tourenwalzer, Troika, Foxtrott, Cha Cha etc.

Unser Gastgeber Baron Ceumern hielt eine launige Willkommens- / Damenrede. Um sich nach dem vielen Tanzen abzukühlen, erhielt jede Dame ein Souvenir aus China, in Form eines hübschen Fächers. Diese fanden großen Anklang und wurden in den Tanzpausen fleißig eingesetzt. Das Organisationskomitee mit Gisela Dankwerts und Christa Maria Baronin Hahn hatte wieder eine ausgezeichnete Tischordnung gebastelt. Der DJ Martin Paus brachte Schwung in den Saal. Das Diner entsprach allen Wünschen. Ein kleiner Wermutstropfen war das schlecht besuchte Vortreffen der Jugend im Hause Schubert. Dafür müssen alle mehr Werbung machen für das nächste Jahr. Gerade für neue junge Ballteilnehmer ist das ein guter Einstieg.

Apropos: Bitte den nächsten Frühlingsball am 12. April 2008 schon heute vormerken. Nur noch wenige Bezirksgruppen feiern überhaupt einen Ball. Er sollte doch in diesem schönen Ambiente erhalten bleiben. Auf zahlreiches Erscheinen in 2008 hoffen alle diesjährigen Ballteilnehmer, Veranstalter und Stammgäste! Einige bekannte Gesichter wurden dieses Jahr vermisst, diese mögen sich besonders angesprochen fühlen, nächstes Jahr den Ball wieder mit ihrer Anwesenheit zu bereichern.

Britta v. Guenther

18.03.2007

Wandern im Siebengebirge oder Des Wandern ist des Balten Lust

Zu einer Wanderung im Siebengebirge trafen sich 35 Mitglieder der Bezirksgruppe Nordrhein Westfalen. Organisiert durch Michael von Schubert und seine Frau Julia fanden sich am frühen Nachmittag die wackeren Wanderer in Heisterbacherrott zusammen. Die anfängliche Unsicherheit wegen der feuchten Witterung beseitigten die klaren Aufmunterungen zum Aufbruch der beiden Organisatoren schnell.

Alle, von groß bis klein (mit Kinderwagen, "nur zu Fuß" oder mit Krückstock) stellten sich den befürchteten Unbillen des Wetters. Wie so oft wurde der gute Wille mit trockenem frischen Wind belohnt. Regenschutz mußte nicht eingesetzt werden.

Das Siebengebirge mit seiner schon seit 1920 geschützten Natur und den Naturdenkmälern ist allein schon eine Reise wert. Ein Teil der Gruppe sah den Weilberg, einen Vulkankrater sowie stillgelegten Steinbruch mit Einblicken in den Gesteinsaufbau. Der andere sportlichere Teil der Gruppe erfreute sich an ungewöhnlichen Landschaftseinblicken. Egal ob Wandersmann oder Sparziergänger: Alle freuten sich an der Möglichkeit, die eine solche Wanderung bietet: Dem ungezwungenen und je nach Gangart wechselnden Miteinander in einer bemerkenswerten Umgebung. Die hervorragende Organisation tat ihr übriges: Schuberts haben Anspruch und Dauer der Wanderungen vorher erprobt! Hinterher trafen wir uns zu Kaffee und Kuchen im ehemaligen Zisterzienser Wirtschaftshof (zur Zeit Haus Schlesien).

Nach dem ersten durch die Anstrengungen der Wanderung ohne Reue genossenen (!) Stück Kuchen, waren wir einstimmig der Meinung, dass eine solche Veranstaltung auf jeden Fall wiederholt wird.

Gerhard Campenhausen

 

 

 

 

 

 

11.02.2007

Besuch beim WDR in Köln

Fernseh- und Rundfunk-Sendungen sehen und hören wir alle. Doch wie es hinter der Mattscheibe aussieht und was sich hinter den Stimmen aus dem Radio verbirgt, wissen die wenigsten. Entsprechend groß war die Resonanz auf die Einladung von Helmuth Baron v. Schilling zu einem Besuch des Westdeutschen Rundfunks im Herzen von Köln.

Über 50 Mitglieder der Bezirksgruppe Nordrhein-Westfalen trafen sich am Sonntag, den 11. Februar 2007 um 14:30 vor dem Eingang des Besucherzentrums in der Elstergasse neben dem Appellhofplatz. Dort haben Fernsehen und Radio ein gemeinsames Funkhaus. Die etwa zweistündige Führung begann mit einem informativen Film über die Geschichte des Hauses.

Danach ging es aufgeteilt in zwei Gruppen mit ausführlichen Erklärungen zunächst in ein relativ kleines Fernsehstudio, das mittlerweile nur noch für Kommentare in Sendungen wie z.B. die „Tagesthemen“ benutzt wird. Hier wurden uns die Abläufe (Aufnahmeleitung, Schnitt, Bild- und Tonregie) ausführlich erklärt.

Nun erfuhren wir auch, warum der Hintergrund eines Fernsehstudios unbedingt blau und von den vielen Scheinwerfern möglichst gleichmäßig ausgeleuchtet werden soll. Angestrahlt von deren schweißtreibender Wärme können wir uns nun die enormen Temperaturen in Fernsehstudios bei laufender Kamera lebhaft vorstellen. Merkwürdig war es, sich selbst gleich auf drei Monitoren zu sichten. Wer ist es schon gewohnt, sein Konterfei von mehreren Bildschirmen gleichzeitig flimmern zu sehen?

Schnell wurde aus dem Vortrag des kundigen Medienpädagogen eine lebhafte Diskussion. Vielen Fragen wurden bereitwillig, freundlich und ausführlich beantwortet. Wir sprachen über den Teleprompter, von dem die Moderatoren ihre Text ablesen, übers Schminken bzw. die Licht- und Schatten-Wirkungen von vor der Kamera agierenden Personen - und wissen nun unter anderem, warum die Meteorologen den Zuschauern die Orte des Wettergeschehens nur mit vagen Gesten andeuten können.

Schließlich wandelten wir durch lange, inliner-taugliche Gänge zum Radio-Bereich. Hier konnten wir live durch gläserne Wände den Studiobetrieb des Rundfunksenders WDR 2 und die Arbeit der Nachrichten-Redaktion beobachten.

Ein weiteres i-Tüpfelchen unserer Führung wäre sicher die Fahrt in einer der knarrenden Holz-Kabinen des nostalgisch anmutenden Pater Noster gewesen, wenn er denn von Gästen des Hauses benutzt werden dürfte. Vor allem das Ein-und Aussteigen hätte seinen Reiz gehabt. Wenigstens wissen wir nun, dass der Name aufgrund der unermüdlichen umlaufenden Kabinen mit dem katholischen Rosenkranz in Verbindung steht.

Mit vielen neuen und interessanten Eindrücken sowie einer Tasche mit allerlei Infos, Postern und Aufklebern für unsere Kinder und kleinen Fans von „Bärenbude“ und „Sendung mit der Maus“ wurden wir in der Halle neben den WDR-Arkaden gegen 17:00 Uhr aus dem Hause verabschiedet.

Das anschließende Stelldichein im Dom Hotel rundete den Sonntag Nachmittag ab. Bei Kaffee und köstlichem Kuchen wurden die Eindrücke in entspannter Atmosphäre verarbeitet und durch Gelegenheiten zu Gesprächen untereinander ergänzt. Sahnehäubchen für die Kinder war hier eine Stippvisite in die Küche, aus der sie stolz, um eine Kochmütze größer und eine Keks-Tüte reicher, heraus marschierten. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung.

Susanne Vegesack

11.11.2006

Tibets Klöster öffnen ihre Schatzkammern

Villa Hügel in Essen

Absolut einmalig in der Kunstgeschichte ist diese Zusammenstellung von bis zu 1500 Jahre alten Kunstwerken. Dabei handelt es sich hier nicht um Museumsstücke sondern um Ritual- und Kultobjekte, also "Gebrauchsgegenstände" des täglichen religiösen Lebens in den Klöstern Tibets, die zum großen Teil auch der Fachwelt bisher unbekannt waren. Kaum eines dieser Stücke hat jemals das Land oder auch nur das jeweilige Kloster verlassen. Sie wurden in mehrjähriger Arbeit der Kulturstiftung Ruhr unter der Leitung der Kunsthistorikerin Jeong-hee Lee-Kalisch zusammen mit ausgebildeten Tibetologen auf mehreren Reisen durch die Klöster Tibets und auch durch China "gesammelt" und hier ausgestellt. Schon während der Vorbereitungen meldeten im vergangenen Jahr die Staatlichen Museen Berlin und die Royal Academy London Interesse an der Übernahme der Ausstellung an. Also besteht die Hoffnung, dass die Ausstellung auch im kommenden Jahr noch zu sehen sein wird.

40 Mitglieder der Bezirksgruppe nahmen die Gelegenheit wahr (einige schon zum zweiten Mal), sich durch zwei ausgesprochen kundige Tibetologen 90 Minuten führen zu lassen. Es war ein wirklicher Genuss, auch wenn er manchmal durch die drangvolle Wochenend-Enge jetzt zum Ende der Veranstaltung etwas gestört wurde.

Ein Kritisches bleibt anzumerken, nirgendwo in der Ausstellung, bei den Führungen oder in dem sehr schönen Katalog wird die Tatsache erwähnt, dass nach dem Einmarsch der Chinesen 1959 und in den Jahren der folgenden Kulturrevolution 1 Million Tibeter umgekommen sind, ca. 6200 Klöster zerstört und unendlich viele Kunstschätze und Budda-Statuen geplündert und vernichtet wurden und das religiöse Leben fast zum Erliegen kam. Erst in den 80-iger Jahren erhalten die Kulturdenkmäler in Tibet – dazu gehören natürlich auch die Klöster – staatlich Unterstützung und die Ausübung der Religion wird umfassend zugelassen. Die Ausstellung steht (trotzdem??) unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Köhler und dem Chinesischen Ministerpräsidenten und der Dalai Lama durfte nicht zur Eröffnung erscheinen. Hier wird also eine politisch heile Welt dargestellt, und nur auf Nachfragen erfährt man, dass es natürlich das alles gegeben hat und es schon ein Wunder ist, dass noch so viele Schätze überlebt haben.

Im Anschluss traf sich die Gruppe in einem nahe gelegenen Restaurant und konnte sich über Privates und die Eindrücke der Ausstellung austauschen.

Wolf-Christian Ceumern-L.

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14./15.10.2006 Verbandstag in Augsburg  
23.09.2006

13 Uhr Bezirksversammlung in Marl mit anschließendem ausgiebigen Imbiss im Hause Baron Ceumern-Lindenstjerna

Bei herrlichem Spätsommerwetter trafen sich ca. 30 Mitglieder der Bezirksgruppe Nordrhein Westfalen in Marl zur jährlichen Bezirksgruppenversammlung. Die Regularien waren gut vorbereitet. Da es keine Widersprüche gab, konnte Baron Ceumern routiniert in seinem nunmehr 10ten Jahr als Vorsitzender die formalen Punkte schnell erledigen. So blieb noch genug Raum für Diskussion über Optimierungsmöglichkeiten der Terminplanung, der spontanen Mitgliederakquisition oder auch nur für ein Lob für die durchweg gelungenen Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Auch die Delegierten für den Verbandstag in Augsburg waren schnell gewählt. Wahrscheinlich lag das auch an den sich in Sichtweite auftürmenden Köstlichkeiten, die optisch einen Vorgeschmack auf das geboten haben, was in Baronin und Baron Ceumerns Haus schnöde "Imbiss" genannt wird. Die Bezirksgruppe hat allen Anlass sich bei Baron und Baronin Ceumern dreimal zu bedanken: Für die gute Vorbereitung, die eine wirklich harmonische Bezirksgruppenversammlung ermöglichte, für einen schönen Nachmittag bei gutem Speis' , Trank und Gesprächen und vor allen Dingen für die Bereitschaft, auch weiter den Vorsitz zu übernehmen.

26.08.2006

Friedensmuseum Remagen und anschließender Bericht von der Pilgerreise nach Santiago de Compostela von und bei Baron Stackelberg

Einer Einladung von Baron Wolfhart Stackelberg folgend, haben sich am 26. August knapp 50 Mitglieder der Bezirksgruppe NRW auf den Weg in die in Rheinland-Pfalz gelegene „Bezirksgruppen-Exklave“ Oberwinter/Remagen gemacht. Auch eine Vollsperrung aller wesentlichen Zufahrtsautobahnen konnte die wackeren Balten nicht von dem Grenzübertritt abhalten. So trafen wir uns, fast pünktlich, an dem Friedensmuseum in Remagen. An diesem Ort stand bis in die letzten Kriegstage eine strategisch bedeutende Eisenbahnbrücke, die die Deutschen auf ihrem Rückzug sprengten, um den vorrückenden Amerikanern den Rheinübertritt zu erschweren.

Heute stehen noch immer auf beiden Seiten des Rheins die steinernen Brückentürme, von denen die am Westufer gelegenen zu einer mahnenden Gedenkstätte für die Opfer des Krieges ausgebaut wurden. Die Ausstellung, die sich nicht auf die Geschehnisse an der Brücke von Remagen (deren Geschichte unter diesem Titel auch verfilmt worden ist) beschränkt, sondern Kriegsleiden an sich thematisiert, beeindruckt und erschließt sich dem Besucher alleine durch die Exponate und Texte, ohne dass es einer Führung bedarf. Diese Dauerausstellung darf denen, die nicht dabei sein konnten, besonders ans Herz gelegt werden. Jede Fahrradtour am Rhein führt an der Brücke von Remagen vorbei. Ein Stop von einer Stunde lohnt sich bereits.

Anschließend bereitete uns Baron Stackelberg einen Empfang in seinem Hause in Oberwinter, von dessen Terrasse einem das ganze Rheintal zu Füßen liegt. Ein wunderbarer Anblick. Nach einer weiteren Stärkung mit Kaffee, Tee und Kuchen berichtete Baron Stackelberg von seiner Pilgerreise, die er im Gedenken an seine verstorbene Frau ausnahmslos zu Fuß und zwar im strengsten Winter von Oberwinter über mehr als 3.000 Kilometer nach Santiago de Compostela und sogar darüber hinaus bis an die Atlantikküste unternommen hat. Dieser beeindruckende Erlebnisbericht nahm uns ein Stück mit über tief verschneite Mittelgebirge, durch Eisregen und auf Etappen, die nicht enden wollten, weil kein Quartier vorhanden war. So ganz begreifen wird das Erlebnis und die Empfindungen aber wohl niemand, der nicht selbst solche eine Anstrengung auf sich genommen hat und auf den vielen Stationen der Pilgerreise von den unterschiedlichsten Menschen aufgenommen worden ist.

Nach einem herzhaften Imbiss mit dem passenden spanischen Rotwein haben wir den Abend zuletzt in kleiner Runde vor dem Kamin ausklingen lassen. Ihnen, lieber Baron Stackelberg, ganz herzlichen Dank.

Michael Schubert

10.06.2006

(ca 14 Uhr) Duisburger Hafen

„Eine Seefahrt, die ist lustig“, heißt es in einem bekannten Lied. Eine Flussfahrt ist es sicherlich auch. - Damit lud Baron Schilling die Mitglieder der Bezirksgruppe nach Duisburg ein – eine Stadt, die bisher noch nie im Blickpunkt der Balten gestanden hat, aber ein Hafen, der es "in sich hat". Es ist der größte Binnenhafen Europas, und "die Binnenschifffahrt wird in Zeiten der hohen Energiepreise immer wichtiger. Immerhin passen auf ein großes Binnenschiff die Ladungen von über hundert Lastwagen". Im Anblick der Warteschlange am Anleger kamen Manchem schon Bedenken "ob wir denn alle mitkämen"! Aber ein solches Schiff schluckt viel und jeder fand ausreichend Platz – die ganz Schnellen sogar auf dem Sonnendeck, denn es war herrliches Wetter.

Zwei Stunden ging die Fahrt durch viele Seitenarme des riesigen Hafenarsenals, vorbei an Schrott- und Kohlehalden, Tankanlagen und Containerterminals, aber auch an idyllischen alten Hafenbuchten, die schon als Filmkulisse gedient haben, eine Stunde begleitet von Erklärungen aus den Lautsprechern. Danach konnte man die Fahrt beschaulich genießen, oder "endlich ohne Störung" mit den Nachbarn klönen. Die Kinder (ein Drittel der Teilnehmer!) hatten genug Auslauf und betätigten die große Schiffsglocke. Besonders erfreulich war, dass zwei neu zugezogene Paare – eines mit Kleinkind – gekommen waren und den Altersdurchschnitt weiter senkten. Im Anschluss traf man sich - wie üblich - nach einem kleinen Gang durch die im Fußballfieber befindliche Innenstadt - in einem gemütlichen Kaffee.

Wolf-Christian Ceumern-L.

22.04.2006

19 Uhr Frühlingsball, Redoute in Bad Godesberg

Die Bezirksgruppe Nordrhein Westfalen hat es wieder einmal geschafft, in den so außergewöhnlichen Räumen der Bonner Redoute, den Frühlingsball ein weiteres Jahr lebendig zu erhalten. Diesmal war es eine erfreulich große Zahl, die wieder den Weg zu dieser traditionellen Veranstaltung fand, um nach ebenso traditionellem Empfang an festlich gedeckten Tischen zum Essen Platz zu nehmen. Dass jeder auch seinen Platz fand, dafür sorgte die Tischordnung, in diesem Jahr praktisch allein erstellt von Christa-Maria Baronin Hahn.

Eine Damenrede gab es zwar nicht, aber die Damen wurden durch den Vorsitzenden frühlingsmäßig begrüßt und – wie es sich gehört – begleitet von einem Goethe'schen Vers frühlingsmäßig auch mit einer besonderen Rose bedacht, sodass alles seine Ordnung hatte. Als besonderes Ereignis gab es in diesem Jahr eine Mazurka. Baronin Bussche hatte im April interessierte Mitglieder zu sich nach Lüdenscheid eingeladen, um unter der Leitung einer Tanzlehrerin, die Mazurka wieder einzuüben. Keiner hatte sich vorgestellt, dass das so schwierig und auch so anstrengend sei. Da 5 Stunden üben nicht reichten(!), wurde vor dem Ball vor Ort in der Redoute noch einmal geübt und die Formation dann abends von 6 Paaren vorgeführt. Der großzügige Beifall der Zuschauer belohnte den Mut der Teilnehmer und das Experiment und sah großzügig über die vielen kleinen Stolperer hinweg! Dass Tourenwalzer, Troika und Francaise mit Begeisterung getanzt wurden, versteht sich fast von selbst. Da es auch sonst an der gewohnten Tanzbegeisterung nicht fehlte, konnten die Veranstalter und alle Teilnehmer wieder von einem schönen Fest sprechen, dass animieren und dafür werben soll, im nächsten Jahr wieder zu kommen.

Wolf-Christian Ceumern

02.04.2006 9.30 Uhr Mazurka-Tanzen bei Baron und Baronin Bussche, Schloss Neuenhof, Lüdenscheid  
12.02.2006

Mit einer wieder einmal außergewöhnlichen Beteiligung startete unsere Bezirksgruppe in das Veranstaltungsjahr 2006. Stephan Wahl organisierte, lud ein, kämpfte mit den Tücken geschlossener Lokale und konnte als Lohn mehr als 50 Mitglieder - auch "seltene Mitglieder" - sowie Gäste, Kinder und Jugendliche begrüßen.

Max-Ernst ist nicht jedem in seiner Schaffensbreite vertraut, und das Museum in Brühl - Max Ernst ist ein Sohn dieser Stadt - wahrscheinlich den wenigsten bekannt gewesen. Seit 1969 begann die Stadt Brühl mit der Sammlung von Gemälden und Graphiken, 1980 wurde das Max-Ernst-Kabinett eröffnet, das gleichzeitig Ausstellungs-, Forschungs- und Dokumentationsstätte für Leben und Werk von Max Ernst war. Im November 2002 schließlich erfolgte die Grundsteinlegung des neuen Museums in Sichtweite zum Unesco-Weltkulturerbe Schloss Augustusburg. Zwar gehören dem Museum nicht allzu viele Werke, aber als anerkanntes Max-Ernst-Zentrum lebt es von den vielen Leihgaben aus aller Welt, die temporär und auf Dauer zur Verfügung gestellt werden. Zwei Führerinnen leiteten, fachlich hervorragend, durch das Leben und die unterschiedlichsten Schaffensperioden von Max Ernst, der Maler, Bildhauer, Zeichner und Dichter war. Dass man ihn dem Dadaismus und dem Surrealismus zuzuordnen hatte, schlummerte vielleicht noch auf dem Grund diffuser Allgemeinbildung, aber wer kannte schon die von ihm entwickelten Techniken wie Frottage und Grattage und die vielen Stationen seines Lebens in Deutschland, Frankreich und Amerika? Beeindruckend seine Plastiken und Skulpturen und vor allem die so genannten D-Bilder, die er monatlich seiner vierten Frau Dorothea Tanning widmete. Kennen Sie den Satz "Leben bist Du nicht nur Traum?" von Lewis Caroll (Alice im Wunderland). Diesen Satz hat er zeitweise als Motto verwertet. Er faszinierte ihn, denn je nach dem, wo man das Komma setzt, ergibt sich immer eine andere Bedeutung. Versuchen Sie es! Die Kinder wurden in einer speziell auf sie abgestimmten Führung an die Kunst herangeführt, eine wirklich sehr gute Einrichtung! Im Anschluss an diese künstlerische "Fortbildung" war wieder ausgiebig Gelegenheit gegeben zu interner Kommunikation bei Kaffe und Kuchen. Und sie wurde genutzt!

Wolf-Christian Ceumern-L.

05.11.2005

von der Heydt Sammlung

Gerhard Campenhausen lud die Bezirksgruppe NRW ins berühmte Von der Heydt-Museum nach Wuppertal ein. Entgegen der schriftlichen Ankündigung, uns mit der Betrachtung von Winterlandschaften zu erfreuen, wurden wir von Frau Gisela Schmoeckel höchst professionell durch die Ausstellung „Ilja Repin und seine Malerfreunde – Russland vor der Revolution“ geführt. Diese Ausstellung ist vom 09.10.05 bis zum 29.01.06 in Wuppertal zu sehen. Sie ist teil einer Ausstellungsreihe des Von der Heydt-Museums zum Thema russische Kunst vor der Revolution und widmet sich dem bedeutendsten russischen Realisten Ilja Repin (1844-1930) und den Malern seines Umkreises, die in diesem Umfang erstmals in Deutschland zu sehen ist.

In der Ausstellung trafen die über 20 Teilnehmer aus der Bezirksgruppe z. B. auf eine eingesperrte Zarin, frech-lachende Kosaken, die dem türkischen Sultan einen groben unverschämten Brief schreiben, auf Iwan den Schrecklichen, wie er gerade in seinem Wahnsinn den eigenen Sohn ermordet, auf viele Künstlerportraits und schöne Damen und gleich zu Anfang der Ausstellung auf die wunderschöne kritisch kühle Baronesse Warwara von Üxküll Gyldenband (1889, heute in der staatlichen Tretjakow Galerie Moskau). Unsere Gruppe war besonders fasziniert von den unterschiedlichen Stilen Repins: angefangen bei einem detailreichen Realismus über impressionistische Landschaftsmalerei bis hin zu historisch-politischen Bildern. Im Anschluss an diesen Kunstgenuss trafen wir uns im schönen Campenhausen`schen Haus in der Kaiser Wilhelm Allee bei Kaffee und Kuchen und ließen die Bilder, die man bis jetzt in Deutschland nie zu sehen bekam, noch einmal vor unseren inneren Augen lebendig werden.

Zum Schluss des Nachmittags zeigte Gerhard Campenhausen uns Bilder des großen Ausflugs der gesamten Familie Campenhausen mit Großeltern, Kindern und Enkeln ins Baltikum u. a. zu ihrem Gutshaus Orellen – ein schöner Abschluss eines beeindruckenden Tages. Dem Hausherren und seinen Eltern gilt unser Dank für geistige und leibliche Genüsse.

Heidi Mensenkampff

17.09.2005 Bezirksversammlung und Rittergrill

Sonnabend, den 17. Sept. 2005 um 12,00 Uhr versammelte sich die Baltische Ritterschaft, Bezirksgruppe Nord-Rhein-Westfalen im Hause von Heilke und Hasso v. Samson-Himmelstjerna in Bergisch-Gladbach zur Bezirksgruppenversammlung und anschließendem traditionellen Rittergrill. In Scharen kamen die Balten aus allen Richtungen, 50 Personen, groß und klein!! Das Haus der Familie v. Samson erwies sich von einem erstaunlichen Fassungsvermögen, denn ursprünglich war Regen angesagt. Doch während der Versammlung (die Reihenfolge der Veranstaltung war eben: erst die Arbeit , dann das Vergnügen), kam die Sonne hervor, und so saßen wir anschließend bei wärmenden Sonnenstrahlen im Garten und Haus verteilt, genossen die herrlichen Salate und super gegrilltes Fleisch und Würstchen. Kein Wunder bei so vielen Grillmeistern! Plauderten mal mit diesem, mal mit jenem. Wer der Köstlichkeiten noch nicht genug hatte, konnte sich an Tee, Kaffee und einer großen Auswahl herrlichster Kuchen erfreuen.

Die Bezirksversammlung wurde vom Vorsitzenden Baron Ceumern  gehalten. Da war so einiges Wichtiges zu besprechen, alles wurde konsequent und ohne Probleme abgehandelt. Zum Schluß fand Baron Ceumern noch einige backfreudige Damen, die bereit waren für den Ball in Weimar Piroggen zu backen.

Baronin  I. Mirbach fand offene Ohren, sich bitte  für unsere Jugend (auch außerhalb der Ritterschaft) einzusetzen, damit wir keine desinteressierten und ungebildeten jungen Menschen heranwachsen lassen.

Wenn nicht Herr und Frau  v. Samson wieder so großzügig ihr Haus und. Garten und all ihre Tatkraft, Organisationstalent und Erfahrungen  für diese Art Veranstaltungen zur Verfügung gestellt hätten, wäre es nicht ein so interessanter, unterhaltender und wunderschöner Tag gewesen! Dafür danken wir alle ihnen sehr.    

E. Baronin Toll            

25.06.2005 Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus Bad Honnef  
23.04.2005

Frühlingsball in der Bonner Redoute

Ein Gast berichtet – er hat gedichtet!

Zum Frühlingsball der Balten,
eilten die Jungen und die Alten,
nach Bonn in die Redoute,
wohin der Bezirksverband einlud.

Aus allen Ländern kamen sie,
auch aus Schweden und vom Ammersee.
Begrüßt wurde jeder durch Baron Ceumern-Lindenstjerna,
später durch den Präsidenten von Samson-Himmelstjerna.

Die Atmosphäre war sehr vergnüglich.
Uns war es dort auch gleich gemütlich.
Bei Wasser und bei Sekt,
stärkten Gespräche den Intellekt.

Die Türen öffneten sich zum festlichen Saal,
die Luft darin war erst etwas schal.
Nicht hingegen die Stimmung dort,
sie war sehr herzlich in einem fort.

Man möcht´ fast sagen es wurd´ familiär
als die Pratchen brachten das Baltikum näh´r.
Nach der Zanderschnitte in Ruccolamarinade,
gab´s Kalbschnitzel auf Zitronen-Salbei-Sahne.

Die Reden machten´s jedem klar,
der Bezirksverband wurd´ 50 Jahr.
Dann endlich kam die Polonaise,
gefolgt von Tourenwalzer und Francaise.

Dazwischen tanzten alle um die Wette,
auch ich traute mich und fand richtig nette
Tanzpartnerinnen und gute Lieder.
Am Ende dacht´ ich: Hierher kommst´ gerne wieder.

Als wir dann gingen so gegen drei.
dachten alle glücklich: Wir waren dabei!

Bolko-Lewin von Katte

20.02.2005

Winterlicher Kunstgenuss

Das feuchtkalte Winterwetter konnte 39 Mitglieder der Bezirksgruppe Nordrhein-Westfalen nicht daran hindern, sich am 10. Februar erwartungsvoll im Foyer des „neuen“ Wallraf-Richartz-Museums in Köln zu versammeln. Sie wurden mit einer leider zu kurzen, dafür jedoch umso intensiver informierenden Führung durch die Kunsthistorikerin Frau Säuberlich-Spannagel belohnt. Dort, wo im Mittelalter Goldschmiede und Maler ihre Werkstätten hatten, wurde im Januar 2001 in direkter Nachbarschaft der imposanten Kirchenruine von Alt St. Alban der Museumsbau, ein Kubus mit Glasecken, eröffnet. Das zweiseitig verglaste Treppenhaus, das Museum und Verwaltungsräume verbindet, greift den Verlauf der Gasse auf, in der im Mittelalter der Kölner Maler Stefan Lochner seine Wohnung hatte. Von ihm sind beispielsweise die sehr beeindruckenden Gemälde „Weltgericht“ und „Maria im Rosenhag“ in der über mehrere Stockwerke angeordneten Ausstellung zu sehen. Weiter enthält die einen Zeitraum von 1300 bis 1900 umfassende Sammlung unter anderen Werke von Künstlern wie Rubens, Rembrandt, Renoir, Monet und Munch. Nach der Führung konnten die Teilnehmer im Hotel Intercontinental bei Kaffee oder Tee und „Konditorkunst“ ihre Eindrücke über das Gesehene austauschen oder es einfach genießen, sich wieder einmal in "Ritterrunde" aussprechen zu können.

Ebba Baronin Schilling

 

Veranstaltungsberichte aus der Bezirksgruppe - Archive
2004 - 2003 - 2002 - 2001 - 2000

Zu allen Veranstaltungen wird gesondert eingeladen.

Wer als (noch) Nichtmitglied Interesse an einer Einladung hat,

wende sich bitte an: nrw "at" baltische-ritterschaften.de

Ansprechpartner:

- Vorsitzender: nrw "at" baltische-ritterschaften.de

- Jugendvertreter: nrw-jug "at" baltische-ritterschaften.de

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