Bezirksgruppe Bayern

Vorstand:

Der Vorstand wird von der Bezirksversammlung für drei Jahre gewählt. Alle Mitglieder der Bezirksgruppe sind stimmberechtigt. Der derzeitige Vorstand ist für den Zeitraum 01. Oktober 2008 - 30. September 2011 gewählt.

Vorsitzender: Baron Peter v. Korff

1. Stellvertreter: Alexandra Freiin v. Wolff

2. Stellvertreter: Gerrick Freiherr v. Hoyningen-Huene

Jugendvertreter: Viktoria Baronesse v. Mirbach

Weitere Vorstandsmitglieder: Hermann v. Glasenapp , Frhr Nikolai v. Dellingshausen (Vertreter im Rat), Almut v. Glasenapp (Karitas), Adrian v. Hagemeister, Baron Alexander v. Schilling (Kasse), Barbara Freifrau v. Dellingshausen, Adrian v. Hagemeister, Marina Freifrau v. Salis, Heinrich Freiherr v. Stackelberg

Mitglieder: ca. 400 in Bayern und folgenden Ländern: Österreich, Spanien, Portugal, Frankreich, Italien, Belgien, Schweiz, USA, Australien, Brasilien, Argentinien, China, Südafrika, Übersee außer Kanada. Die Bezirksgruppe übernimmt insbesondere die Betreuung der Mitglieder in Italien.  
Veranstaltungen: Es werden jährlich ca. sechs jours variables durchgeführt, die von je einem Mitglied der Bezirksgruppe verantwortlich geplant und geleitet werden. Kulturelle Veranstaltungen: Besuche von Ausstellungen und Vorträge. Veranstaltungen für Familien-Ausflüge: Wanderungen und Schiffsfahrten. Jugendveranstaltungen: Stammtisch, Segel- und Skitage.
Zu allen Veranstaltungen wird gesondert eingeladen.
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Zu allen Veranstaltungen wird gesondert eingeladen.
 
     
 

Einmal im Monat findet ab 20.00 Uhr in der Max-Emanuel-Brauerei in München (Adalbertstrasse 33) ein Stammtisch der Jugend statt.

Infos gibt's beim Jugendvertreter.

oben

Verbandstag in Augsburg
Veranstaltungsberichte aus der Bezirksgruppe
Rückblick    
     
Januar 2010 Historischer Vortrag Cajetan Frh. v. Aretin
Die Geschichte der Hanse und ihre Bedeutung für das Baltikum
Januar 2010
Gemeinschaftsveranstaltung mit der Fraternitas Dorpatensis München
 
30.11.2009

Sonderführung Diefenbach-Ausstellung in der Villa Stuck
Karl Wilhelm Diefenbach (1851-1913) -Maler, Außenseiter oder Störer?

Lieber sterben, als meine Ideale verleugnen!

Wer kennt schon den Münchner Maler Karl-Wilhelm Diefenbach, 1851-1913, dessen Wahlspruch wissbegierig macht?
Knapp 20 Teilnehmer der Bezirksgruppe Bayern und ein Sondergast aus Bonn folgten der Einladung von Alexandra Baronesse Wolff am 26. Nov. 09 und unterzogen sich einer Flut von Eindrücken aus Werken und Vita eines Sonderlings, ausgestellt im Museum Villa Stuck.
Geführt von einer ausgezeichneten Kunsthistorikerin, die über Diefenbach promoviert hat und zugleich Kuratorin der Ausstellung war, erhielt der Gast Wahrnehmungen, die interessante Fragen aufwerfen:
Wer war der bisher unbekannte Diefenbach?

  • Maler oder Botschafter von Visionen?
  • Vorreiter der Vegetarier oder nur der verachtete „Kohlrabi-Apostel“?
  • Theosoph oder Atheist?
  • Prophet oder Revoluzzer?
  • Hauslehrer seiner Kinder und Schüler oder Bildungs-Autist, Verweigerer jeglicher Schulbildung?
  • Ehemann mit Trauschein oder Verkünder der freien Liebe mit 2 nicht angetrauten Frauen?
  • Vorreiter der Pazifisten oder Verweigerer jeglicher gesellschaftlicher Ordnung?
  • Aufsässiger oder Idealist?
  • „Meister“ seiner Kommune von „Jüngern“ oder Vorläufer aller Kommunarden?
    Mönchischer Kuttenträger oder -äußerlich – ein Obdachdachloser ? („Na schaun´s: A Diefenbacher!“ wurde eine zeitgenössische Karrikatur betitelt).
  • Eremit oder Asozialer?
  • Visionärer Streber nach einer ökolgischen Lebensreform oder „Spinner“ in einer braven , bürgerlichen Zeit?
  • Idealist oder Vorbestrafter?( Er wurde im ersten Nudistenprozess Deutschlands 1889 zu einer Gefängnisstrafe wegen groben Unfugs - nacktem Dasein in seinem abgelegenen Waldgrundstück in Höllriegelsreuth bei München - verurteilt).

Auch wenn jeder Ausstellungsbesucher sich diese Fragen selber beantworten musste, ergab sich der Eindruck, dass Diefenbachs weit gestreute Charakterzüge von allen diesen hinterfragten Merkmalen geprägt waren. So ist es nicht verwunderlich, dass Diefenbach aus dem damals königlichen Bayern ausgewiesen wurde und in Wien, wohin er sich mit Familie und Jüngern geflüchtet hatte, nach einer – allerdings nicht nur alleinverschuldeten - Vermögenskatastrophe sogar unter Kuratel gestellt wurde.
Die symbolistischen Bilder mit Botschaften wie „Ihr sollt nicht töten“, das Licht ist göttlich (Fidus, Jünger mit dem Bild „Lichtgebet“), „Friede“,(Löwe friedlich mit Kind), „ Der Rettung entgegen“ (seine Familie in stürmischer Not in einem Ruderboot), Tempel Humanitas (ein 250m langer Tempel, den er in Ägypten errichten wollte mit einer riesigen, steinernen Sphinx auf dem Dach) sprechen die Sprache des Meisters und seiner Ideen für eine bessere Welt.
Der graphische Fries aus Schattenrissen „Per aspera ad astra“, gefertigt 1892 zusammen mit seinem Schüler Fidus, ist sein zentrales Werk. Er hat den Titel frei übersetzt mit“Ein Lebenstraum auf rauher Bahn zu den Sternen hinein“. Zwei Beispiele dieses Frieses von 34 ausgestellten Tafeln
von je 2m Länge im Original sind hier veranschaulicht:
Im ersten Schattenriss wendet sich der sich selbst dargestellte Diefenbach, seine Kinder vor sich und Fidus hinter sich, dem anfliegenden Paradiesvogel entgegen. Der begleitende euphorische Text beginnt mit „Wieviele Tränen sind verflossen, wieviele versiegt“ und deutet darauf hin, dass die Hinwendung zum Licht, nach oben, zum Paradies führt nach einem steinigen Lebensweg.
Im weiteren, hier beigefügten Bild turnen und balancieren Mädchen, Knaben und Affen mit einem Vogel auf einem gespannten Seil: leicht, spielerisch, sogar tänzerisch, in jugendlicher Blöße „zum Vorbild, zur Freude der Menschheit“.
Beide Schattenrisse sind meisterliche Beispiele von Jugendstil-Darstellungen. Die 68m lange Reihe
aller Tafeln von je 2x1m im Original ist normalerweise im Museum von Diefenbachs Geburtsort Hadamar bei Limburg an der Lahn ausgestellt, kam aber in der Villa Stuck um vieles besser heraus.

Der Berichterstatter, als Ehemann einer Urenkelin von Diefenbach angehaucht von Insiderwissen aus dem Spaun-Archiv von Diefenbachs Enkel Friedolin v. Spaun, bilanziert Person und Charakter von Diefenbach eher kritisch. Der Wahlspruch „Lieber sterben, als meine Ideale verleugnen!“ klingt nach außen gut, steht aber im Widerspruch zu vielen Handlungen und Äußerungen Diefenbachs in seinen hinterlassenen, zuweilen harten, ungerechten Briefen.
Die aufgezeigten Widersprüche stellen Diefenbach mehr als einen naturalistischen Kommunarden dar als ein gültiges Vorbild und werfen Schatten auf seine Kunst.
Das Echo der Presse auf Künstler und Ausstellung konzentriert sich erwartungsgemäß mehr auf die streitbare Person als auf ihre Kunst:
Die Frankfurter Allgemeine spricht am 29.11.09 im Titel vom „Jesus von München“ , die Süddeutsche Zeitung nennt ihn den „unterschätzten Propheten in der Baumwollkutte“ oder befasst sich mit ihm in einem weiteren Artikel „Kommunarde, Vegetarier, Heilsbotschafter“.
Es ist ein großer Verdienst der Villa Stuck und ihrer Kuratorin Claudia Wagner, Diefenbach in Bildern und Dokumenten ausgestellt und publik gemacht zu haben.
Bedauerlich ist, dass von den monumentalen Diefenbach-Gemälden in der ständigen Ausstellung im Kloster Certosa auf Capri kein Exemplar nach München kommen konnte – die Villa Stuck wäre der ideale Schauplatz für wenigstens ein 4x5m großes symbolistisches Werk von beeindruckender Wirkung gewesen.
Diefenbach hat die letzten 13 Jahre seines Lebens auf Capri gelebt und ist dort durchaus produktiv gewesen.

Baronesse Wolff sei herzlich gedankt für diese Exkursion.

Jetzt weiß der Leser, wer jener bislang unbekannte Maler Diefenbach war und vielleicht auch, warum das Land Bayern seinen Künstler, den es ausgewiesen hat, bisher nicht bekannt gemacht hat...


Peter Baron Korff

 

02.10.2009 Bezirksversammlung, Fraternitas Dorpatensis München  
19.07.2009 Famililienpicknick in Buch am Ammersee mit Kinderprogramm  
16.05.2009 Kunsthistorische Führung: München – Stadt Ludwigs I  
28.03.2009 Jugendveranstaltung Flugwerft Schleißheim des Deutschen Museums München  
03.03.2009 Werksführung bei BMW München  
21.12.2008 Ein Abend voller Überraschungen

„Wie die Alten sungen“ - Ein Hauskonzert im Hause Korff

Wer glaubt, auf Balten-Treffen erwarte einen immer das gleiche, liegt falsch! Die geselligen Ereignisse der Ritterschaften sind voller unerwarteter Ereignisse und wer auf der Suche nach Neuem ist, wird nicht enttäuscht werden.

Eine wahre Omelette Surprise war jedenfalls das Konzert, welches am 4. Adventssonntag des Jahres 2008 im Hause Korff in Buch am Amersee stattfand. Unter dem Motto „Wie die Alten sungen“ brachten (größtenteils baltische) Musiker Stücke zu Gehör, die von Balten entweder komponiert oder betextet worden sind. Angeregt durch Helmut Scheunchens „Lexikon Deutschbaltischer Musik“ sowie durch eine Dissertation über den sächsischen Komponisten Naumann, der Gedichte der Kurländerin Elisa von der Recke vertont hat, hatten sich die Gastgeber Anna und Peter v. Korff auf die Suche nach Raritäten gemacht. Und sie wurden fündig. Stücke wie das Klavierquartett von Gustav Prinz Biron v. Kurland dürften auch kundige Musikfreunde noch nie gehört haben.

Überraschung Nr. 1 erklang gleich zu Beginn und war paradoxerweise deshalb eine Ausnahme, weil es sich hier nun gerade nicht um eine Rarität handelte: die Hamburger Sonate von Carl Philipp Emanuel Bach. Die Bachs Balten? Sicherlich hätte niemand etwas dagegen, die große Komponistenfamilie einzugemeinden. Aber außer dem Anfangsbuchstaben gibt es doch wenige Gemeinsamkeiten, oder? Doch, es gibt durchaus Baltisches im Leben der Bachs! Zum Beispiel Graf Hermann Carl Keyserlingk, ein Freund der Familie. Derselbe, dem der Legende nach Bachs Schüler Johann Goldberg des Nachts auf dem Klavier vorspielen musste, wenn er wieder einmal unter Schlaflosigkeit litt. Und zwar das Werk, das später den Namen „Goldberg-Variationen“ erhielt. Oder Dietrich Ewald v. Grotthuss, dem Carl Philipp Emanuel sein berühmtes „Silbermannsches Klavier“ verkaufte. Die beiden Musiker hielten den Transfer in den Kompositionen „Abschied vom Silbermannschen Klavier“ beziehungsweise „Freude über den Empfang des Silbermannschen Klavieres“ fest.

Nächste Überraschung: die große Anzahl baltischer Komponisten. Gustav Calixt Prinz Biron von Kurland (1724 – 1800), Johann Christoph v. Gruenewaldt (1796 – 1862), der „Musikgeneral“ Konstantin Freiherr v. Stackelberg (1848 – 1925) oder Richard Magnus von Wistinghausen (1872 – 1915). Diese Persönlichkeiten fanden neben ihren sonstigen Verpflichtungen nicht nur die Zeit, selbst zu musizieren, sondern auch zu komponieren. Konstantin Stackelberg, im Hauptberuf General der Kavallerie, legte sogar eine umfassende Musikaliensammlung an und gründete das Hoforchester für Zar Alexander III. Dieses Ensemble besteht heute noch. Unter dem Namen Sankt Petersburger Philharmoniker gehört es zu den besten Orchestern der Welt. In sowjetischer Zeit führte das „Staatliche Sinfonieorchester der Leningrader Philharmonie“, wie es damals hieß, unter seinem Leiter Jewgenij Mrawinskij die meisten Symphonien Schostakowitschs zum ersten Male auf. Aus der Feder des Musikgenerals war beim Hauskonzert ein „musikalischer Kutscherbrief“ zu hören, also ein in Noten gesetztes Dankschreiben für einen schönen Aufenthalt auf dem Gut eines Verwandten. Auch dies vermutlich eine Welturaufführung.

Einige der baltischen Dichter, deren vertonte Verse zu Aufführung kamen, bedürfen keiner besonderen Vorstellung. August v. Kotzebue oder Werner Bergengruen sind auch über landsmannschaftliche Grenzen hinaus bekannt. Überraschend, jedenfalls aus historischer Perspektive, die unabhängige Position der baltischen Dichterin Elisa von der Recke (1754 – 1833). Eine Streitsschrift, mit der sie 1787 den in ganz Europa bekannten Alchimisten und Hochstapler „Graf“ Cagliostro entlarvte, machte sie unter den Geistesgrößen ihrer Zeit bekannt und sicherte ihr eine lebenslange Leibrente der Zarin Katharina II. Viele ihrer Gedichte wurden von dem sächsischen Hofkapellmeister Johann Gottlieb Naumann (1741 – 1801) vertont.

Wenig überraschend ist, dass es auch heute noch viele Balten gibt, die das Musikleben pflegen. Anna und Katharina v. Korff, Querflöte, Ilse v. zur Mühlen, Sopran, Heinrich v. Stackelberg, Bratsche und Albrecht v. Stackelberg, Bariton, sorgten dafür, dass der Abend zu einem echten Kunstgenuss wurde. Als besonders angenehme Überraschung erwies sich die Stimme des jungen Albrecht v. Stackelberg. Von diesem noch in Ausbildung befindlichen Sänger möchte man gerne mehr hören. Anerkennung in Kreisen baltischer Musikfreunde und darüber hinaus wird sicher nicht ausbleiben. Als treue Freunde der Korff’schen Hauskonzerte wirkten außerdem Adolf Karl Gottwald, Klavier, und Roland Fiedler, Violoncello, mit.

Zum Abschluss gelang dem Hausherren noch eine echte, nicht musikalische Überraschung. Peter v. Korff händigte seinem Vetter Heinrich v. Stackelberg als Zeichen familiärer und freundschaftlicher Verbundenheit einen Abendmahlskelch aus. Dieser Kelch, ursprünglich im Stackelbergschem Besitz, kam durch Eheschließung 1820 in die Familie Korff.

Der Besuch eines baltischen Hauskonzertes lohnt sich also in jedem Falle. Es ist nicht ausgeschlossen, daß der Besucher dort ein Musikstück aus der Feder eines seiner eigenen Vorfahren hören wird. Und, wer weiß, vielleicht erhält man sogar eine verloren geglaubtes Familienstück zurück?

Gregor v. Kursell

Interessenten können bei Anna v. Korff eine Doppel-CD mit Ausschnitten aus dem Konzert gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro erwerben.

Weiterführende Literatur:
Helmut Scheunchen : Lexikon Deutschbaltischer Musik, hrsg. von der Georg-Dehio-Gesellschaft, 2002 Verlag Harro v. Hirschheydt
Dissertation Kornél Magvas: Für Freimaurerloge und häuslichen Kreis. Johann Gottlieb Naumann und das Dresdner Liedschaffen im 18. Jahrhundert. 2 Bände. Ortus Studien 2008.

27.09.2008 Stadtführung durch Salzburg  
19.09.2008 Bezirksversammlung  
20.07.2008

Familienpicknick am Ammersee

Bis zur letzten Minute stand die Frage im Raum: „Wird das Wetter gut genug sein, oder muss das Picknick im Korff`schen Wohnzimmer stattfinden?“ Der Mut wurde belohnt und 35 baltische Mitglieder fanden sich auf einer Wiese am Ammersee ein. Es reisten sogar Gäste aus dem hohen Norden Deutschlands an, von denen eine ihre Impressionen frei nach einem recht bekannten Gedicht Theodor Storms in Worte gefasst hat. Die Altersspanne ging von 8 Wochen bis über 70 Jahre und alle Gäste genossen dieses herrlich sommerliche Beisammensein!

Aus dem Norden kam ich her
als Korff sprach, ein Picknick muss her!
All überall auf den Tannenspitzen
sah ich baltische Wegweiser sitzen
und unten an dem Ammersee
hockten sie munter im grünen Klee.

Und als ich so saß im grünen Gras
rief ein Bube hell: „Das Rudern macht Spaß!“
„Kommt alle“, rief er, „baltische Leut,
hebt die Beine ins Boot, gerudert wird heut!“
Große und Kleine kletterten rein,
fanden das Rudern wirklich fein!

Alt` und Junge sollten nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn.
Doch war die Ruhe bald vorüber
als ein Gewitter kam herüber.

Korff rief: „Kommt schnell ins Bootshaus hinein
wir warten auf den Sonnenschein!“
„Hast denn den Kuchen auch bei dir?“
Ich sprach: „Der Kuchen, der ist hier
und Würstl, Salat, Melonenkern
essen Balten auch sehr gern.“

„Hast denn den Kaffee auch bei Dir?
Ich sprach: „Der Kaffee ist schon hier.
Und die Kinderchen, die lieben,
werfen Frisbee zum Vergnügen.“

Korff sprach: „Willkommen all, ich freu mich sehr,
eine Marmelade für jeden, bitte sehr!“
Sie dankten all` und griffen zu
der Korb voller Gläser war leer im Nu!

Aus dem Norden kam ich her,
ich muss euch sagen, es gefiel mir sehr!


Melanie Bsse. v. Hoyningen-Huene

07.06.2008 850 Jahre München, Sommer- und Jugendball mit Rahmenprogramm  
27.04.2008 Besuch der Ausstellung: "Adel in Bayern" Lokschuppen Rosenheim  
23.11.2007 Musik Baltischer Länder im Hause Korff

Die Adventszeit hat dieses Jahr früh angefangen: an einem dunklen, grauen, nassen Novemberabend war es besonders schön, in ein freundlich erhelltes, gemütliches Wohnzimmer einzutreten und von lieben Freunden begrüßt zu werden. So war es dann auch am 23. November, als Korffs in Buch am Ammersee wieder zu einem Adventskonzert einluden.

Dieses Mal waren es nicht weihnachtliche Lieder oder gar sakrale Klänge aus der bezaubernden Flöte der Hausherrin Anna. Nein, dieses Mal waren es Volkslieder aus Baltischen Ländern, zusammengetragen von Heinrich Möller. Für die meisten Anwesenden waren es, denke ich, unbekannte Stücke, hinreißend gesungen von Ludmila Wachs, deren Mutter aus Estland stammt, und Robert Bömmel mit Titeln wie „Wiegenlied“ (nach Aino Tamm) auf estnisch, „Seit zarter Kindheit“ auf litauisch, „Ich verlor mein jung Rösslein“ auf lettisch, etc.
Zwischendurch rezitierte Robert Bömmel Gedichte von Johann Gottlieb Herder.

Der absolute Höhepunkt des Abends waren für mich Vorstellung und Darbietung von Adolf Karl Gottwald auf einem echten Clavichord. Wer hat schon heutzutage die Gelegenheit, so ein feines und seltenes Instrument „live“ zu hören? Das besondere an diesem Tasteninstrument ist, dass es sich hervorragend für Kammermusik eignet, da der Ton sehr leise ist im Vergleich zum heutigen Klavier,sehr leise, aber auch durch die Konstruktionsmechanik sehr modulationsfähig und feine dynamische Abstufungen erlaubend.

Obwohl es dieses Instrument schon seit Anfang des 16. Jahrhundert gibt, erlebte es erst Mitte des 18. Jahrhundert den Höhepunkt seiner Popularität.
Herr Gottwald spielte uns zwei Stücke vor, denen eine Geschichte vorangeht, die einen besonderen Bezug zum Baltikum hat:
Carl Philip Emanuel Bach verkaufte 1781 sein vom berühmten Clavichord- und Orgelbauer Gottfried Silbermann (Freiberg/Sachsen) stammendes Instrument an Dietrich Ewald Grotthuss, Erbherr auf Gieddutz in Litauen . Bach schrieb damals an Grotthuss:
„Hier erhalten sie meinen Liebling, damit diese Sonate blos in ihren Händen sey, habe ich sie aus meinem ersten Aufsatz selbst abgeschrieben. Sie ist ein Beweis daß man auch klagende Rondeaux machen könne und kann auf keinem anderen Clavier als dem Ihrigen gut gespielt werden.“
Grotthuss bemerkt dazu:
„In der ersten Entzückung über das erhaltene Clavier machte ich nachfolgendes Rondeaux und überschickte diesen Versuch eines Ausdrucks meiner Freude an Herrn Bach zum Andenken. Und so entstanden diese beyden Rondeaux zum Andenken unserer Freundschaft.“

Diese beiden Rondos wurden an dem Novemberabend von Herrn Gottwald zur großen Freude der Zuhörer gespielt. Der Ausdruck der Stücke – einerseits die leisen Klänge des Abschieds, anderseits die Freude des Empfangs, wurde bezaubernd vorgetragen. Ich denke viele von den Anwesenden wollten gleich auch so ein Clavichord ihr Eigen nennen…
Faszinierend war, dass in Michael Grotthuss ein Nachfahre von Dietrich Ewald Grotthuss mit seiner Frau unter den Gästen dabei war und bewegende Kommentare und Details berichten konnte, die den Anwesenden diese besondere Geschichte lebendig nahe brachte.
Dieses Programm verdient es, in weiterem Kreis wiederholt zu werden.

Zum Abschied dann noch köstliche heiße Suppe, diverse Schmankerl und gute Gespräche - beim Heimweg war die kalte, nasse Nacht schon verdrängt.

Zenaida des Aubris

 
Juli 2007 Familienpicknick am Ammersee

Buch am Ammersee leitet seinen Namen ab von vielen alten Buchen. Die Gäste des Korffschen Picknicks sitzen nicht nur unter Buchen sondern auch unter riesigen Eichen und Eschen, die genügend Schatten spenden an einem heißen Sommertag. Es ist Mitte Juli mit hohen Temperaturen und regem Treiben: Grillen, schwimmen, plaudern, nochmals schwimmen, Kuchen „fassen“ und Kaffee genießen; Spiel und Spaß für Jung und Alt.
Es ist jedoch ein ungewöhnliches Kommen und Gehen. Nur dem Gastgeber ist es da gegeben, bei insgesamt 33 Gästen den Überblick zu behalten.
Das Picknick beginnt um 12 Uhr mittags, die letzten Gäste kommen gegen 19 Uhr abends in der Aufräumphase, die daraufhin in ein beschauliches Nachgrillen umfunktioniert wird.
Die aus dem östlichen Teil der Bezirksgruppe aus Wien angereisten Gäste Baron und Baronin Michael und Renate Rosen sind die weitest Gereisten, auch der Korff’sche Zufallsgast Kurt v. Gruenewaldt aus Baden-Württemberg wird vereinnahmt.
Die Altersspanne reicht von 18 Monaten bis 94 Jahre. Alle genießen das „geliehene“ Bootshaus mit seinem grandiosen Blick über den im Sonnenlicht gleißenden Ammersee. Unsere liebenswerte Seniorin Ilse des Aubris kann sich im Schatten ebenso wohl fühlen wie die jugendlichen Bootsfahrer im Ruderboot.
Baron und Baronin Peter und Anna Korff gilt der herzliche Dank aller Teilnehmer für die Einladung, die liebevolle Vorbereitung und das Aufräumen nach dem Picknick, dass auch noch an ihnen hängen bleibt, denn die meisten Gäste haben sich vorher „verkrümelt“.
Der Traum des Gastgebers: Wie schön wäre es, wenn beim nächsten Picknick die Letzten früher kämen und die Ersten, die wieder gehen, etwas länger bleiben würden.

H.-A. v. Hehn

12.05.2007

Balten im Isarwinkel

Nach Anfahrt unter zerrissenem Himmel, die Berge von abebbendem Föhn noch dunkelblau bemalt vor Augen, trafen sich 20 Erwachsene und zwei Kinder, insgesamt also 22 blaublütige Balten in der Klosteranlage Benediktbeuern. Unser Führer Herr Kuhn lotste diese protestantische Schar zunächst in einer Pause zwischen zwei Wonnemondhochzeiten in die große Pfarrkirche. Er war salopp gekleidet, am 4. Finger der linken Hand mit Ehering geschmückt, im Hauptberuf Lehrer in der Grundschule und er verbreitete von Anfang an launige Munterkeit, ging frisch und frech zur Sache, scheute sich auch nicht, auf handwerkliche Schwächen in den imponierenden Baulichkeiten aufmerksam zu machen. Vielleicht lief er deshalb zu solch freudiger Form auf, wie er merkte, dass er eine aufgeschlossene, zu Frohsinn geneigte Gruppe vor sich hatte. Die Balten hatten keinerlei Probleme mit dieser lichten Katholizität, dem von der Maisonne durchfluteten Prunk der 1686 geweihten Barockkirche mit ihren Putten, ihren Rocaille-Ornamenten, ihren aufwändigen Deckengemälden, ja sie unterdrückten ihr Schmunzeln sogar über die Mitteilung, dass in der Pfarrkirche eine angeblich von Karl dem Großen dem Kloster verschaffte Armreliquie des Hl. Benedikt von Nursia verwahrt wurde.
Was erfuhren wir nicht alles in den 1,5 Stunden dieser Kirchen und Klosterführung! Bonifatius, der wie die Axt im Walde christianisiert hatte und nach Holzfällerart germanischen Naturheiligtümern zu Leibe gegangen war, hatte die erste Klosterkirche um das Jahr 739 geweiht. Dann war die Anlage über 1000 Jahre wohlhabende Benediktinerabtei gewesen. Der Maler und Baumeister Cosmas Damian Asam, erfuhren wir, war in Benediktbeuern geboren, wo sein und Egid Quirins Vater Georg Asam als Freskenmaler beim Kirchenbau mitgewirkt hatten. Auch einer der Stuckateur-Brüder Zimmermann hatte in Benediktbeuern gearbeitet.
Selbst über die in der Anlage gefundenen, schlau vor gegenreformatorischen Saubermännern versteckten Sammlung frech-frivoler lateinischer Vagantenlieder wurden wir aufgekärt, ja sogar über Einzelheiten aus dem Eheleben von Carl Orff, der durch seine Vertonung der Carmina Burana dieses Musikwerk über die ganze Welt verbreitet hat.
Die Benediktinerherrlichkeit endete Anfang des 19 Jahrhunderts, als der „böse“ Montgelas das Kloster auflöste, die Mönche vertrieb und diese Säkularisation, wie wir belehrt wurden auch noch unprofessionell und kurzsichtig durchführte. Bis 1930 wurde diese riesige Gebäudesammlung profan genutzt, vorübergehend in Teilen sogar als Gefängnis oder als optische Fabrik. In letzterer konnte sich der Glasschleifer Fraunhofer entfalten: Die optischen Geräte, Linsen u.a., die für das Observatorium in Dorpat im frühen 19.Jh. benötigt wurden, stammten aus den Händen des genialen Bayern und kamen aus Benediktbeuern.
1930 schlug der Staat die Anlage wieder los. Den Benediktinern war dieser Happen zu groß und zu schwer verdaulich. Deshalb stiegen die Salesianer ein, ein neuerer, von Don Bosco begründeter Orden, der sich vor allem durch Jugenderziehung in Form präventiver Pädagogik hervortat. Das war ein Glück für die Prachtbauten, denn diese lebenspraktischen Katholiken erhielten bis heute die Anlage am Fuß der Benediktenwand in ausgezeichnet baulichem Zustand.
Nach dem Besuch der Pfarrkirche – die nächsten Heiratslustigen drängten schon nach – führte uns Herr Kuhn durch das eigentliche Kloster in die sakral und profan genutzten Räume der geschickten Salesianer, die sogar Teile ihrer riesigen Räume dem Fernsehen für Filmfolgen zur Verfügung stellen.
Hier im Kloster zeigte er besonderes Gespür, indem er die beiden Kinder, das aufgeweckte Campenhausensche Geschwisterpaar, immer wieder ansprechend einschaltete und zu Wort kommen ließ, ein Mittel, das die Stimmung in der ganzen Gruppe noch lockerer und fröhlicher machte.
In den Räumen und Gängen des Klosters stach die Vielfalt der Stuckaturen aller Stilrichtungen ins Auge - besonders die wunderbar gearbeitete gotische Holzdecke im Refektorium von 1493. Unter dem Kreuzgang, der romanische und gotische Elemente aufweist, aber auch solche aus Renaissance und Barock, war durch ein Glas im Fußboden ein Stück Grundmauer der allerersten Klosteranlage sichtbar gemacht worden.
In der Klostergaststätte waren bei strahlend gewordenem Tag im Freien Tische auf den Namen Stackelberg für uns reserviert. Die Devise des Gründers der Salesianer, Don Bosco, lautete, man solle Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen. Als wir dort inmitten bewegter Frühlingsluft aßen, z.B. Krustenbraten mit Speckkrautsalat, beherzigten wir vor allem Regel 2 und 3, denn das Vogelkonzert, wie es uns dort umschwatzte, erlebt man heutzutage nur noch selten.
Nach dem Essen rüstete ein Teil der Gruppe zu einer Wanderung. Wir besuchten noch das Fraunhofermuseum.
Ich kann mir kaum mehr „Bayern“ vorstellen als einen Maitag, verbracht in der Klosteranlage Benediktbeuern unterhalb der Benediktenwand. Unter den ritterschaftlichen Veranstaltungen der letzten 10 Jahre wird mir diese vom 12.Mai 2007 als die geglückteste in Erinnerung bleiben. Mein Kompliment an die Organisatoren!

Clemens Frh. von Taube

November

„1/2 Tag Kunst für Kinder"

Wir bitten interessierte Eltern, sich bei Peter Baron Korff, Tel.: 08143-8139, zu melden, damit die Veranstaltung entsprechend dem Alter der interessierten Kinder, Kinder ab 4 Jahre kommen in Frage, geplant werden kann.

 
November Besuch der Graphikausstellung in Oberschleißheim  
14./15. Oktober 2006    
September Jahresversammlung der Bezirksgruppe im Conventsquartier der Fraternitas Dorpatensis in der Hesseloherstrasse 13 in München  
16. Juli 2006 Besuch der Landesausstellung „200 Jahre Franken in Bayern" in Nürnberg mit anschließendem Tee bei Baron und Baronin Mirbach in Hersbruck  
08. Juli 2006 Familienpicknick am Ammersee in Buch  
17. März 2006 Besuch der Ausstellung „100 Jahre Brücke" in der Hypo - Kulturstiftung in München  
13.11.2004 Besuch des Paleontologischen Museums München
Organisation: Baronin Felizitas v. Heyking
 
17.09.2004 19 Uhr Bezirksversammlung Edenhotel Wolff  
03.07.2004 Ein Tag in Hallein und Salzburg, eingeladen von Baron und Baronin Nikolaus v. Dellingshausen, Hallein-Rif  
26.03.2004

Soiree im Montgelas-Palais in München

Mit gut besuchten 72 Teilnehmern fand am 26.3.04 im Königssaal des Montgelas-Palais eine Soiree mit Festessen der Bezirksgruppe Bayern statt, eingeladen von Baron Peter Korff und ausgerichtet von seinen exzellenten Helfern und Helferinnen.

Stellvertretend für diese Helfer dankte der Gastgeber Frau Almut v. Glasenapp in seinen Eingangsworten. Mit einer launigen Rede über Damen - insbesondere über seine englische Tante Armatrude - richtete Baron Jürgen v. Kruedener seine Worte nicht an die Damen. Insofern war es auch keine Damenrede. Dennoch entstand hier ein Widerspruch insofern, als er zum Schluss äußerte, dass es seine letzte Damenrede war, und alle Anwesenden hofften mit starkem Applaus, weitere so exzellente Reden „als Wohltat des Unzeitgemäßen" über die Damen zu hören. Höhepunkt des Abends war der Auftritt des Vokalensembles „Quintessenz ", mir durch eine Rundfunk-Wiedergabe bekannt. Angesagt von seinem Bass Albrecht Baron Stackelberg, führten uns 11 meisterlich gesungene Beiträge von Orlando di Lasso und Monteverdi zu Max Reger, den Beatles und „Hei, Baby, probier's mal mit 'nem Bass". Das Ensemble hat den Jahrespreis 2001 „Jugend musiziert" wahrhaftig verdient, und das Publikum dankte anerkennend lange klatschend diesem kristallin feinen Singen des jungen Ensembles. Mit der Eröffnung zum Dessert in einem gesonderten Nebenraum wurde die Tischordnung aufgelöst und man drängte sich an einer Überfülle von köstlichen Nachspeisen, deren Reste man nur trauernd stehen lassen musste. Allen kam das Ende 24 Uhr überraschend früh - der Vorhang fiel, ein prägnanter Abend ging zuende.

Marie Korff

 
13.02.2004

Ein wahres Juwel bot sich am Freitag, dem 13. Februar den Mitgliedern der Bezirksgruppe Bayern. Unzählige Juwelen waren es sogar - und zwar von allerhöchster Qualität: Die Ausstellung „Fabergé - Cartier. Rivalen am Zarenhof" in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung lockte 75 schmuckbegeisterte Balten dank der Einladung und Organisation von Christa und Peter Dehn nach München.

Einmalig das Konzept der Ausstellung, die viele Ausstellungsstücke zum ersten Mal in Deutschland, ja manche als Weltpremiere zeigt; so die beiden erst vor kurzem gefundenen letzten kaiserlichen Ostereier, die der gefangene Zar Nikolaus II Mutter und Frau im März 1917 nicht mehr schenken durfte. Insgesamt 1000 Exponate von 60 Leihgebern aus 15 Ländern werden hier vereint. Spannend die Gegenüberstellung der beiden kaiserlich-russischen Hofjuweliere, die von Kurator Dr. Géza von Habsburg meisterlich vollzogen wurde. Der selbe Kurator hatte auch die 17 Jahre zurückliegende Fabergé-Ausstellung konzipiert, zu der ebenfalls das Ehepaar Dehn geladen hatte, und an die sich zahlreiche Besucher noch lebhaft erinnerten.

Die aktuelle Ausstellung umfasst die Jahre 1900 bis 1917, und in dieser Endphase des russischen Zarenhofes bot sich dort eine Arena für einen äußerst produktiven künstlerischen Wettstreit zwischen den beiden Juweliershäusern - dem bereits erfolgreichen Haus Fabergé und dem von Paris aus agierenden Nachahmer Cartier. Die Produkte beider waren ähnlich, Cartiers Stil jedoch weniger natürlich, wesentlich effektbedachter, wie sich zum Beispiel an einer Gegenüberstellung von Zigarettenetuis schön nachvollziehen ließ. Doch nicht nur der Zarenhof gab die berühmten Ostereier, Schmuck, Tabaksdosen und Uhren in Auftrag. Wertvolle Stücke wurden nach ganz Europa geliefert, und ein besonders guter Absatzmarkt war das aufstrebende Bürgertum Nordamerikas. Begeisterung erntete beispielsweise die bei Cartier neu eingeführte Verwendung des als unedel geltenden Platins. - In Kombination mit Brillanten entstanden wunderschöne Diademe, Broschen und Corsagen.

Dass Fabergé und Cartier nichts von ihrer Anziehungskraft verloren haben, bewiesen übrigens nicht allein die Blicke der Führungsteilnehmerinnen. Angeblich das teuerste Privatgeschäft seiner Geschichte machte vor kurzem das Auktionshaus Sotheby's: für geschätzte 100 Millionen Dollar kaufte der russische Ölbaron (ja so ein „Öl", das bringt noch was) Victor Vekselberg die gesamte Fabergé-Kollektion des Medien Tycoons Malcolm Forbes. So kommt zurück, was nach dem Untergang des Zarenreiches in den Westen verkauft wurde, was - laut FAZ - „in nuce - nein, genauer in ovo - imperialen Prunk und Luxus verkörperte". Imperialer Luxus war am Zarenhof wohl auch die Verwendung scheinbarer Mokkatässchen für den Five-O'-Clock-Wodka. Vergangene Zeiten - Schnitzel und Bier taten uns auch gut und so klang der Abend im „Franziskaner" gemütlich aus. Auf ein prunkvolles Wiedersehen beim Festabend am 26. März im Bayerischen Hof!

Sophie v. Stackelberg

Cartier, Kaiserliches Osterei, 1906, Gold, Fluorit, Diamanten

07.12.2003

Hauskonzert mit Sonnenuntergang und orientalischen Katzen.

Am Sonntag fand bei Baron und Baronin Korff ein Hauskonzert in Buch am Ammersee statt. Eingestimmt wurde der schöne Abend mit einer Fahrt an den Ammersee, dem Sonnenuntergang entgegen. Auf der anderen Himmelsseite hing der Mond: welch wunderschöner und romantischer Anblick.

Die Musizierenden waren:

Dr.Brad Robinson - Klavier
Natalie Robinson - Blockflöten
Baronin Anna v. Korff - Querflöte, Altblockflöte, Gesang
Ines Fernando-Axmann - Gesang, Altblockflöte
Andreas v. Schubert - Bratsche
Andreas Fiedler - Cello

Gespielt wurde:

1.) Heinrich Schütz, Symphonie Sacrae (1629) "Mein Herz ist gerüstet" für Gesang, Altflöten, Klavier, Cello
2.) Henry Purcell, Sommernachtstraum (1692) für Sopranflöte, Querflöte, Bratsche, Klavier, Cello
3.) Angelo Corelli, Sonata F-Dur, für drei Altblockflöten
4.) Gustav Prinz Biron v. Kurland, (ca. 1800) Quartett c-moll für Klavier, Querflöte, Bratsche, Cello
5.) Johannes Brahms, Geistliches Wiegenlied Op.91 für Gesang, Bratsche, Klavier.

Es waren genussreiche Stunden, zu sehen und zu hören, mit welcher Hingabe und Freude die Musizierenden die Musikstücke vortrugen. Die Zuhörer trugen dazu bei mit ihrer Freude an der Musik. Dadurch entstand ein wunderschöner Dialog. Jedes Musikstück wurde anschaulich von Dr. Robinson erklärt. Und all das ohne jegliche Technik, wie Mikrofone, Verstärker - einfach schön, direkt und genussvoll! Der Abend klang aus mit einem guten Buffet, einem gemütlichen Beisammensein und dem Besuch zweier entzückender Katzen, die mit sich schmusen ließen.

Dankeschön für den schönen Abend.

Marietta v.Barloewen

 
18.-19.10.03
Verbandstag in Hamburg  
25.01.02

Krieg und Frieden - Eine Deutsche Zarin im Schloss Pawlowsk
Baron und Baronin Peter und Christa v. Dehn laden zur Führung durch die Ausstellung im Haus der Kunst mit anschliessendem Imbiss. Anmeldung bitte bis zum 22.1.02

Prinzessin Sophie Dorothee von Württemberg, spätere Zarin Maria Fjodorowna, widmete 40 Jahre ihres Lebens der Errichtung und Ausgestaltung von Schloß und Parkanlage Pawlowsk. Mehr als 500 Exponate zeugen von der hohen künstlerischen Qualität der Anlage. Sie erzählen von der bewegten Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner am Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts - der politischen und kuturellen Blütezeit des russischen Adels. Eine Geschichte, die Tolstoj in seinem Roman 'Krieg und Frieden' plastisch beschrieben hat.

 
10.11.01

Exklusive Führung durchs Buchheim-Museum!
Ausserhalb der regulären Öffnungszeit lud Heinrich Baron Stackelberg in das erst im Sommer eröffnete Museum in Bernried am Starnberger See. Museumseigene Fachkräfte führten uns in kleinen Gruppen durch das 'Museum der Phantasie' und brachten uns neben der bedeutenden Expressionisten-Sammlung auch die Ausstellungen von Kunsthandwerk aus aller Welt, bayerischer 'Volkskunst' und Kultgegenständen aus Aufrika und anderen außereropäischen Ländern nahe.
Der gemütliche Teil des Abends fand anschließend in einem nahe gelgenen Restaurant statt.

 
28.09.01

Bezirksversammlung
Auf der Jahresversammlung wurde auf Vorschlag des Vorstandes folgender Neubesetzung zugestimmt:

Peter Baron Korff, Vorsitzender,
Hans-Adolf v. Hehn, 1. stellvertretender Vorsitzender,
Heinrich Frhr. v. Stackelberg, 2. stellvertr. Vorsitzender, Vertr. im Rat

In den Vorstand hinzugewählt wurden Aurel Frhr. v. Campenhausen und Andreas v. Schubert. Als neuer Jugendvertreter wurde Andreas Baron v. Richter bestätigt. Alle anderen Positionen bleiben unverändert.

Im Anschluß an die Sitzung berichtete Anna Baronin Korff in einen Vortrag sehr anschaulich von einer Gruenewaldtschen 'Arbeitsfreizeit', bei der fünf Angehörige der Familiein in der Abgeschiedenheit des Estnischen Orisaar innerhalb von zwei Wochen ein völlig verfallenes Erbbegräbnis herrichteten.

Szenen aus Orisaar
Szenen aus Orisaar
08.07.01

Ein Sommerausflug: Auf Einladung von Andreas und Alexandra Baron Mirbach wurde das wieder aufgebaute und bis ins Detail rekonstruierte Tucherschloß in Nürnberg besichtigt. Wer nach dem verheerenden Luftangriff damals zum 'Aufräumen' einmarschierte, steht sinnend vor dem Gebäude, von dessen Fassade der geschwärzte Sandstein nur zwei Meter hoch von der alten Zeit zeugt. Darüber ist alles in neu-rotem Burgsandstein erstellt. Ein kunsthandwerkliches Wunderwerk!
Zum anschießende Tee
im Mirbachschen Gartenparadies in Hersbruck hatte die Baronin unvergessliche Torten und Kuchen gezaubert, so daß an diesem Sonntag die kulinarischen den ästhetischen Genüssen in nichts nachstanden.


Ausflügler in Mittelranken
25.05.01

Führung durch den Botanischen Garten in München.

 

 

23.03.01

Festliches Abendessen mit Tafelmusik im Hotel Bayerischer Hof, München: Der Königssaal des Montgelas Palais bildete den stilvollen Rahmen für eine von Peter v. Dehn perfekt organisierte Soirée. Über 80 Gäste ließen sich Cocktail und Menü schmecken, lauschten begeistert dem Gesangsduo Ariane v. Sivers und Sabine Lippmann mit Jörg Duda am Klavier und stellten am Ende eines kurzweiligen Abends erstaunt fest: Es geht auch ohne Tanz!

 

13.12.00

Münchener Feuerzangenbowle der Jugend
Der Kerzenschein trügt: Im Mittelpunkt des adventlichen Treffens bei Christoph Baron Dellingshausen stand nicht der Rum...

Feuerzangenbowle

 
29.10.00

Auf Einladung von Baron und Baronin Kruedener trafen sich knapp 20 Balten zu einer Fussgänger Rallye durch Traunstein. Nur dank ausgeprägter Beobachtungsgabe und detektivischen Spürsinns konnten sie sich einen Reim auf die verschlüsselte Wegbeschreibung machen und so der ausgelegten Fährte durch die Geschichte und die Gassen der alten Salzhandelsstadt folgen. Nebenbei galt es, eine Reihe von Fragen zu beantworten, die immer wieder Stoff für angeregte Gespräche und heisse Diskussionen boten.
Am Ende fanden alle vier Teams glücklich den Weg zur Siegerehrung in der Ritterstube am Stadtplatz, bevor sich die erfolgreichen Spürnasen noch einmal verlocken liessen: zu Tee und Kuchen im Hause Kruedener.

Siegerehrung
Eine Antwort auf alle Fragen wusste nur Baron Kruedener.

 

Ansprechpartner:

Baron Peter v. Korff

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