| Bezirksgruppe Baden-Württemberg, Archiv 2002 |
| Veranstaltungsberichte aus der Bezirksgruppe im Jahre 2002 | ||
| Rückblick | ||
| 01.12.2002 |
Adventstee im Hause Heyking Am 1. Advent 2001 freute man sich schon auf den nächsten Adventstee im Hause Heyking (nachzulesen im Bericht von damals), und am 1. Dezember 2002 war es wieder soweit: Wie üblich traf eine lustige Runde von Alt und Jung bei Baron und Baronin Arvid und Monika v. Heyking ein, um einmal mehr die Traditionsveranstaltung der Bezirksgruppe zu zelebrieren. Weihnachtliches Gebäck auf langen Tafeln brachte alle in Stimmung für das anschließende Weihnachtsliedersingen, begleitet von Baronin Gunhild v. Heyking auf dem Keyboard. Herr Claus v. Nottbeck las aus den Erinnerungen an die Weihnachtszeit im Baltikum, selbstverständlich aus der Verwandtschaft. Ein schöner Anlaß, noch lange zusammenzusitzen und sich auszutauschen. Und wir sind uns sicher: auch im nächsten Jahr gibt es wieder Grund, sich den 1. Advent vorzumerken. |
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| 10.11.2002 |
"Edouard Manet und die Impressionisten", Staatsgalerie Stuttgart Schon der Titel machte auf den ersten Blick stutzig, denn was sollte dies wohl bedeuten, Edouard Manet UND die Impressionisten? Gilt er nicht selbst als einer der Hauptvertreter dieser Gruppe? War dies nun eine Ausstellung über Manet, oder würden wir auch noch andere Künstler zu Gesicht bekommen? So waren wir alle sehr gespannt, als wir uns, dank der umsichtigen Organisation von Frau Ingeborg v. Altenbockum zur Führung erwartet von der grandiosen Stuttgarter Kunsthistorikerin Anne Will, am 10. November 2002 um 14 Uhr zum Gang durch die Ausstellung aufmachten. Wie ein Leuchtturm führte sie uns via Funkverbindung - eine interessante Neuheit für die meisten Besucher, die zunächst mißtrauisch auf die vermeintlichen Übersetzungskopfhörer schielten - durch die übervollen Säle. So manches Mal konnten wir Frau Will zwar nicht mehr sehen, dafür aber dank der umgeschnallten Geräte noch immer vorzüglich hören – und dazu noch alle unerwünschten Nebengeräusche, die bei mehreren gleichzeitig laufenden Führungen zwangsläufig entstehen, ausblenden. Das hat uns die Aufnahme dessen, was wir erfahren sollten, doch deutlich erleichtert. Schon nach wenigen einleitenden Worten über das Leben des 1832 in großbürgerlichen Verhältnissen in Paris geborenen Malers wurde klar, daß Edouard Manet es zeitlebens weder selbst so empfunden noch gewünscht hätte, der Nachwelt als “Impressionist” zu gelten. Manet hatte es niemals nötig, mit seiner Malerei irgendeiner Strömung zu folgen oder gar seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen, so daß ihn die Kritik der Kritiker oder Mißerfolge bei der jährlichen Preisverleihung im Pariser Kunstsalon gar nicht zu kümmern schienen: er blieb seinem Stil treu. Aufgrund seiner konservativen Herkunft war er wohl auch nicht zum “Revoluzzer” geeignet und lehnte selbst die in Mode gekommene Malerei im Freien zunächst ab. Gleichwohl ist er der Namensgeber der neuen Stilrichtung. Von seiner Malerei sagte er selbst einmal, er wolle “Impressionen vermitteln” durch “wahrhaftige Werke, deren wiederholte Betrachtung eine Annäherung an das zunächst als befremdend und abstoßend Empfundene ermöglichen sollte” (so der Kurzführer zur Ausstellung). Die auffallenden Unterschiede zu den Werken anderer Künstler wie etwa dem gern mit ihm verwechselten Claude Monet oder Auguste Renoir wurden uns am Bild erläutert und erklärt, so daß es nun wirklich eine Ausstellung über mehrere Künstler war, allerdings nicht über mehrere “Impressionisten”. Wir konnten selbst deutlich sehen, daß Manet als einer der Ältesten dieser “neuen Malergeneration” von den anderen als Vorbild gesehen und weiterentwickelt wurde. Anhand übereinstimmender Motive wurden die Unterschiede zwischen Manet und etwa Monet besonders deutlich. Beide malten sie etwa eine Szene am Strand; während Manet die Figur der lesenden Dame ausarbeitete, interessierte sich Monet fast ausschließlich für die Lichtreflexe der grellen Sonne auf dem Kleid – und zwei völlig unterschiedliche Personen entstanden! Ebenso eindrucksvoll waren die Vergleiche der Gemälde um Claude Monets berühmtes Atelierboot. Es gelang Frau Will vorzüglich, uns im Verlauf dieser einstündigen Führung viel über die Grundbegriffe der Kunstkritik und besonders anschaulich einiges zur Epoche der Impressionisten zu vermitteln. Das anschließende Kaffeetrinken im Café am Landtag nutzten wir tatsächlich auch über weiterführende Kunstgespräche – ein echtes Zeichen dafür, wie tief der Eindruck war, den diese fantastische Führung in uns hinterlassen hatte und den selbst die traumhafte Cappuccinotorte nicht zu profanisieren vermochte! Kerstin v. Lingen |
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| 18.-20.10.2002 | Verbandstag in Bad Homburg ausgerichtet von der der Bezirksgruppe Hessen/Rheinlandpfalz | |
| 22.09.2002 |
Bezirksgruppen-Mitgliederversammlung
mit Neuwahlen, |
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| 18.8.2002 |
Ein märchenhafter Schlossbesuch Es begab sich einst im nördlichen Schwarzwald, dort, wo sich das Schloss zu Neuenbürg über dem Flüsschen Enz erhebt, dass der scheidende Vorsitzende der Bezirksgruppe Baden-Württemberg zu einem märchenhaften Schlossbesuch einlud. Und fürwahr, märchenhaft war jener Tag, der 18. August des Jahres 2002, da eine muntere Schar von Kindern, soviel, wie die Woche Tage hat, und nicht minder als ein Dutzend Erwachsene, sich einfanden, der Einladung Folge zu leisten. Hoch stand die Sonne am blauen Himmel, als die Schar den Schlossberg hinanstieg und nach steilem, von schönen Ausblicken auf das Städtchen gekröntem Wege bei dem seit Kurzem in neuem Glanze erstrahlenden Schlosse eintraf. Im dortigen Museum erwartete sie eine Darstellung des Märchens „Das kalte Herz“. Dieses ward geschrieben von dem Dichter Wilhelm Hauff, welcher im Schwabenlande gelebt hat. Die Geschichte handelt vom Kohlenmunk-Peter, der sich mit zwei Sagengestalten des Schwarzwaldes, dem bösen Köhler-Michel und dem guten Glasmännlein, einlässt. Und gar märchenhaft war auch, wie diese Geschichte dargeboten ward. Durch sechs Räume wurden die Besucher geleitet, von einem zum anderen, während sich die Türen auf geheimnisvolle Weise von selbst öffneten und schlossen, just als befinde man sich auf dem Hauffschen Gespensterschiff. In jedem Raume ward ein Bild aus dem Märchen dargestellt, teils durch grob behauene Holzfiguren, als wenn der Köhler-Michel sie geschaffen hätte, teils durch glasartige Schattenspiele, so das Glasmännlein verwenden würde. Zu jedem Bilde ward vom Tonbande der zugehörige Teil der Geschichte erzählt, und durch vielfältige und überraschende Effekte, farblich wechselndes Licht etwa, Donner, Blitz und Qualm, ja, dadurch gar, dass sich die Kulissen oder die Figuren mechanisch bewegten, ward die Schar gefesselt von dem Märchen, und in Sonderheit die Kinder folgten ihm mit offenem Munde und ohne der Zeit zu achten. Denn als man ins helle Sonnenlicht hinaustrat, noch ganz verzaubert von dem Erlebnis, so der eine oder andere wohl gar „Mutabor“ hätte rufen wollen, als wenn er wie der Kalif Storch von Hauff verwandelt worden wäre, siehe, da zeigte es sich, dass man eine Dreiviertelstunde in dem Märchen zugebracht hatte, und dünkte es doch den meisten, dass es mochten vielleicht zwanzig Minuten gewesen sein. Nun machte man sich auf zum Hause von Baron und Baronin Buchholtz. Diese hatten die Schar zum Grillen geladen, gewissermaßen als Abschied von Baron Buchholtz aus dem Amte des Bezirksgruppenvorsitzenden. Angespornt von der Aussicht auf ein kühles Getränk, so ob der wunderbaren Sommerhitze gar wohltuend sein würde, lief man bald so schnell, als habe man an den Füßen die Schnelläufer-Pantoffeln des kleinen Muck, auch dieser bekanntlich vom guten Hauff erdacht. Und richtig, kaum waren die Besucher im Hause Buchholtz eingetroffen, wurden sie in bekannter Weise auf das Gastfreundlichste empfangen. Auf der Terrasse waren Zelte aufgestellt, und dort saß man in kühlendem Schatten bei angeregtem Gespräch, während die Gastgeber Gegrilltes und andere Speisen auftrugen, dass man meinen konnte, Zwerg Nase, welcher nach Hauff die erlesensten Gerichte zuzubereiten wusste, sei Küchenmeister gewesen. So saß die ganze Schar noch lange vergnügt und aufs Beste versorgt zusammen und trennte sich erst am späten Nachmittag von Baron und Baronin Buchholtz, nicht ohne beiden von Herzen für den märchenhaften Tag zu danken. René v. Samson |
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| 20.4.2002 |
Bezirksgruppen-Ball im Württembergischen Automobilclub in Stuttgart |
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