Bezirksgruppe Baden-Württemberg

Vorstand:

Der Vorstand wird von der Bezirksversammlung für drei Jahre gewählt. Alle Mitglieder der Bezirksgruppe sind stimmberechtigt. Der derzeitige Vorstand ist für den Zeitraum 01. Oktober 2008 - 30. September 2011 gewählt. Dem Vorstand gehören acht Damen und Herren an.

Vorsitzender: René v. Samson-Himmelstjerna

1. Stellvertreter: Kerstin v. Lingen

2. Stellvertreter: Gert v. Grandidier

Jugend: Bsse. Katharina v. Heyking

weitere Vorstandsmitglieder: Baronin Monika v. Heyking (Kasse und Kartei), Gerd v. Grandidier (Verbindung zum örtlichen Adel), Georg v. Freymann, Baron Hans v. Buchholtz (Vertreter im Rat), Baron Arvid v. Heyking

Mitglieder: ca. 220 Mitglieder  
Veranstaltungen: Allgemein: Die Bezirksgruppe BADEN-WÜRTTEMBERG führt regelmäßig durch: - Bezirksgruppenball im Frühjahr - Kulturelle Veranstaltung, wie Ausstellungen etc. - Wandertag - Bezirksgruppenversammlung - Adventstee - Jugendveranstaltungen - Organisation des jährlichen Verbandstages einschließlich Andacht, Vortrag, Empfang und Ball mit Essen, im Wechsel mit den anderen Bezirksgruppen Aktuelles
Ansprechpartner

Aktuelles aus der Bezirksgruppe
Vorschau
 
   
17.04.2010 Daimler-Museum, Stuttgart-Untertürkheim  
12.06.2010 Offene Diskussion des Vorstandes mit anschließendem Spargelessen, Schwetzingen  
14.08.2010 Familiennachmittag mit gemeinsamen Grillen, Neuenbürg  
19.08.2010 Bezirksversammlung, Stuttgart  
05.12.2010 Adventstee, Stuttgart  
     
Zu allen Veranstaltungen wird gesondert eingeladen.
oben

Veranstaltungsberichte aus der Bezirksgruppe
Rückblick  
     
06.03.2010 Bezirksgruppenball, Kleiner Kursaal Bad Cannstatt  
06.12.2009 Adventstee in Stuttgart  
12.09.2009 Wanderung im Elsass mit anschließender Bezirksgruppenversammlung  
20.06.2009

Wikingerausstellung in Speyer

Die Balten auf Wikingerfahrt

Interessierte baden-württembergischen Balten machten sich am 20. Juni auf den Weg nach Speyer, um dort die große Wikingerausstellung zu besuchen. Der Andrang war groß - 32 Teilnehmer aus Baden-Württemberg und 10 aus der benachbarten Bezirksgruppe Rheinland-Pfalz / Hessen -, und auch die Erwartung war groß. Frau Dr. Kerstin v. Lingen hatte alles wunderbar organisiert: Im Museum erwarteten uns zwei separate Führungen: eine für die Erwachsenen, eine für die 14 Kinder. So konnten auch die Eltern kleinerer Kinder sich in Ruhe die Exponate, von denen einige spektakulär waren, anschauen und den Ausführungen der Kunsthistorikerin, die uns durch die Ausstellung begleitete, folgen.
Die Kinder bekamen derweil Wikingergeschichte als haptisches Erlebnis dargeboten: Sie durften, nachdem sie wie Wikingerkinder eingekleidet worden waren, ein fast ganz echtes Wikingerschiff steuern (auch in der Erwachsenenausstellung war der Nachbau eines Wikingerschiffs zu sehen, aber: Anfassen natürlich streng verboten!); sie rochen an Nahrungsmitteln, wie die Wikinger sie gegessen haben mochten; und als Höhepunkt wurden Tonkugeln geformt, in die die Buchstaben des eigenen Namens in Runen, der sogenannten Futhark-Schrift, eingeritzt wurden. Diese Kugeln wurden dann zu einer Kette zusammengefügt und stolz nach Hause getragen.
Die "große" Ausstellung war an Höhepunkten so reich, dass man kaum einen herausgreifen mag, um die anderen nicht zu vernachlässigen. Das bereits erwähnte Wikingerschiff wurde mit originalen Methoden und Hilfsmitteln nachgebaut und verdeutlichte eindrucksvoll die Meisterschaft der Wikinger im Schiffsbau. Schon zu sehen, wie das Segel gewebt ist und seinen Stoff zu fühlen (das war erlaubt!), war ein Erlebnis. Weiter wurden die verschiedenen Handwerke gezeigt, Kunsthandwerk und Exportartikel wie Kämme, Tuche und Silberwaren. Anrührend war die Glocke von Haithabu, die älteste erhaltene Kirchenglocke nördlich der Alpen, die aus dem Haithabuer Hafenbecken geborgen worden war. Runensteine luden ein, einmal zu versuchen, Futhark zu entziffern. Als sich Erwachsene und Kinder am Ausgang wieder trafen, sah man den Gesichtern an, dass die großen Erwartungen mindestens erfüllt worden waren.
Zum Abschluss gingen wir in einen Biergarten am Rheinufer, wo wir tatsächlich von einer echten Lettin bedient wurden.
Frau Dr. Kerstin v. Lingen sei herzlich für ihr Engagement gedankt. Am großen Zuspruch zu ihrer Einladung mag sie ablesen, dass wir weiterhin auf ihr Organisationstalent hoffen.
Ebenfalls gedankt sei der Bezirksgruppe Baden-Württemberg dafür, dass sie die Kosten für Eintritt und Führungen übernahm.

Nicola Korff, Lörrach.

07.12.2008 Adventstee um 15:00 Uhr  
10.-12.09.2008 Verbandstag in Heidelberg  
07.09.2008 Bezirksversammlung  
13.07.2008 Wanderung bei Wäschenbeuren  
08.12.2007

Adventstee im Hause Ropp

Weder konnten leider unser Traditions-Adventstee-Haus „Heyking“ dieses Mal in Anspruch genommen werden, noch unsere zwischenzeitlichen Gastgeber, unser Vorsitzender René v. Samson und seine Frau Kirsten, da diese zu weit auf das Land hinaus verzogen waren. So sprangen spontan Baron Götz und Baronin Uta v. der Ropp ein und luden uns am Vortag des zweiten Advent in ihr gastliches und schön gelegenes Haus nach Stuttgart ein.

Es sollte unser aller Schaden nicht sein: Als wir selber nach ordentlicher Verspätung wegen der berüchtigten Autobahnstaus auch noch eintrafen – und wir waren nicht die letzten, war die groß und kleine Besucherschar bereits in solch reger Unterhaltung, dass wir kaum mit der Begrüßung durchkamen. Baronin Ropp hatte die diversen Kaffeetafeln weihnachtlich gedeckt, Adventkranz, viele Kerzen, Weihnachtspyramide und die Erzgebirgsengelschar versetzten den Raum und uns in eine vorweihnachtliche Stimmung. Wir 25 Menschenkinder, im Alter von 1 – 82 Jahren, wurden mit Kaffee, Tee, Säften und köstlichen mitgebrachten und hauseigenen Kuchen und Plätzchen einfach nur verwöhnt. Besonders angetan hatten es einer kleinen jungen Dame die Schmantbonbons, die zwischen den Plätzchen versteckt waren. (Es müssen die baltischen Gene sein!)

Aber kein Adventstee ohne adventliche Lieder. Auch wenn der Vorschlag Baronin Ropps, dass sich jeder ein Lied wünschen dürfe, schon mangels des Erinnerungsvermögens der Texte nicht umgesetzt werde konnte, so schmetterten wir doch mehr oder weniger und unter der bewährten Begleitung von Kirsten v. Samsons Querflöte und Georg v. Freymanns Klavier – teilweise von seiner einjähriger Tochter Antonia versuchsweise unterstützt – viele besinnliche aber auch fröhliche Weisen, gestützt auf die vorliegenden Textblätter!

Derartig beansprucht konnte der Hausherr gar nicht anders: Er kredenzte uns von seinen edlen Tröpfchen, was heißt: es dauerte noch einige Stündchen, bis sich die letzten Gäste nach einem weiteren Spontan-Imbiss, begleitet von Weihrauch spendenden Räuchermännchen, mit einem herzlichen Dankeschön für diesen wunderschönen, anregenden, adventlichen Nachmittag-Abend verabschiedeten. Wir danken nochmals im Namen aller Gäste Baron und Baronin Ropp und für die Unterstützung im Hintergrund Sohn Klaus und Schwester/Schwägerin, Gerlinde v. Klinggräff, für diesen schönen, harmonischen Tag. Man könnte sich daran gewöhnen!

Eva-Maria Baronin v. Buchholtz

 

23.09.2007 Bezirksversammlung in Göppingen  
14.07.2007

Wanderung der Bezirksgruppe Baden-Württemberg
zur Gutenberger Höhle

Wissen Sie, wo die Gutenberger Höhle sein kann? Wir wussten es auch nicht. Das machte uns neugierig, und so machten wir (16 mutige Balten) uns am 14. Juli auf den Weg zur Schwäbischen Alb in Richtung Bad Urach. Serpentinen und schmale Strassen führten uns zum Sammelparkplatz. Dort warteten Baron und Baronin Sass, die diese Tour liebevoll vorbereitet hatten.
Es dauert ja bekanntlich bei Balten lange, bis alle anwesend sind, so starteten wir mit Verspätung bei herrlichem Sommerwetter durch Schatten spendende Wälder, frisch gemähte Heu-Wiesen durch ein außergewöhnlich schönes Naturschutzgebiet. Auf einer Anhöhe hatten wir einen wunderbaren Blick über die Alb bis Kirchheim u.T. Da im Naturschutzgebiet keine Veränderungen in der Natur vorgenommen werden, begleiteten uns Baumgerippe, die wir sonst selten in unserer zivilisierten Welt antreffen. Wegbegleiter waren wunderhübsche Schmetterlinge, wie Schwalbenschwanz und Kaisermantel. Ein starker Duft von sommerlichen Wiesen und Feldern umgab uns. Jeder Baum unterwegs wurde als willkommener Schattenspender angenommen.
Das Ziel war der Grillplatz in Oberreute, das wir nach zwei Stunden erreichten. Baron Sass erwartete uns dort mit aufgebauten Parkbänken und dem heißen Grill. Mit Wonne stürzten wir uns auf alles, was trinkbar war und verzehrten mitgebrachte Speisen.
Ein aufregendes und erschreckendes Ende fand dieser herrliche Sommerausflug. In der Nähe des Grillplatzes hörten wir Explosionen und es stank nach verbranntem Benzin. Auf dem nahen Parkplatz, Herr und Frau v. Lingen hatten dort ihren PKW abgestellt, brannte in der Nähe ihres Wagens ein anderer PKW. Lingens kamen nicht zu Schaden, aber wir alle bekamen einen tüchtigen Schrecken.
Das Ende hätte nicht sein müssen, aber der Ausflug war sehr gelungen.
Zur Entschädigung für diesen Zwischenfall gönnten sich Lingens mit Samsons dann doch noch einen Besuch in der Gutenberger Höhle, die wildromantisch gelegen ist und mit interessanten Geschichten aus uralter Zeit aufzuwarten weiß.
Einen herzlichen Dank an Baron Eckhart und Baronin Katharina Sass aus Stuttgart.

Ingeborg v. Perbandt

16.06.2007 Museumsbesuch in Heidelberg  
31.03.2007 Bezirksgruppenball im Kleinen Kursaal in Bad Canstatt  
09. Dezember 2006

Adventstee in Stuttgart

Wie kurz im letzten Jahr der Advent war, neigen wir zu vergessen, wo es nach Fasching schon auf Ostern zugeht. Wünschen wir uns nicht oft mehr Zeit für Besinnung und Ruhe? Und besonders kurz schien diese Zeit gewiss im Jahr 2006, in dem der Adventstee der baltischen Ritterschaften erst am 9. Dezember, dem zweiten Adventswochenende stattfand. Wer möchte davor schon von Advent sprechen. Erst wenn die festlich gedeckten Tische die Mitglieder der Baden-Württembergischen Bezirksgruppe im traulichen Gespräch vereinen, erst wenn die Musik erklingt – in diesem Jahr von großen und heranwachsenden Flötenvirtuosen – erst wenn baltischer Stollen und Engadiner Nusstorte sowie gemeinsame Lieder das nahende Fest ankündigen, kann von Advent die Rede sein.

Besonders schöne Erinnerungen an unseren ersten Adventstee in Stuttgart rief die Tatsache wach, dass wir wieder zu Gast bei Baronin und Baron v. Heyking waren, in deren weihnachtlich geschmückten Räumen sich eine so große Zahl von Gästen versammelte, wie schon seit Jahren nicht mehr.

So wurde wieder einmal bewusst, dass die gefühlte Länge der Adventszeit sich eher danach bemisst, wie intensiv man dessen bedeutende Etappen erlebt. Die Kinder, die mit ihren bei Heykings selbst gebastelten Knusperhäuschen den Heimweg antraten, fragten, wie viel mal schlafen, bis Weihnachten. Fragen wir nicht schon, wie lange es noch ist, bis wir wieder Muße, Ruhe und Besinnung erleben, wie lange noch bis zum nächsten Adventstee?

Kerstin Lingen

 
24. September 2006 Bezirksgruppenversammlung in Stuttgart  
30. Juli 2006
Terminänderung

ZKM Karlsruhe (Zentrum für Kunst- und Medientechnologie) mit anschließendem Kaffeetrinken im Schlosspark.

Das ZKM ist eine weltweit einzigartige Kulturinstitution. Es reagiert auf die schnelle Entwicklung der Informationstechnologien und den Wandel der sozialen Strukturen. In seiner Arbeit vereint das ZKM Produktion und Forschung, Ausstellungen und Veranstaltungen, Vermittlung und Dokumentation. Im Rahmen dieser Veranstaltung möchten wir das Medienmuseum und die dort präsentierten interaktiven Kunstwerke unter fachkundiger Führung entdecken.

Die Teilnehmer an der ZKM Besichtigung beim anschließenden Ausklang im Botanischen Garten in Karlsruhe

08. April 2006 Frühlingsball im Kleinen Kursaal in Bad Cannstatt  
4. Dezember 2005 Adventstee in der Schweiz  
27. November 2005 Adventstee  
25. September 2005 Bezirksversammlung  
10. September 2005 Sommerveranstaltung in der Schweiz in der Nähe zur deutschen Grenze, gemeinsam mit den Schweizer Verbandsmitgliedern. Wir planen eine gemeinsame Busfahrt von Deutschland aus.  
2. Juli 2005 Führung durch das Schloss Ludwigsburg mit paralleler Kinderführung oder Besuch des Märchengartens  
9. April 2005

Jubiläumsball

„Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche."

Mit diesem schönen Zitat Gustav Mahlers eröffnete der Vorsitzende der Bezirksgruppe Baden-Württemberg, René v. Samson-Himmelstjerna, seine Begrüßungsrede auf dem Jubiläumsball zum 50jährigen Bestehen der Bezirksgruppe. Dass den Baltischen Ritterschaften in Baden-Württemberg ein feuriger, lebendiger Geist innewohnt, bewiesen 143 Gäste, die den Kleinen Kursaal in Stuttgart - Bad Cannstatt mit Fröhlichkeit und Tanzwut zum Glühen brachten. Der helle, freundliche Saal, den die Organisatoren für diesen besonderen Anlass ausgewählt hatten, war mit zarten, weiß-gelben Blüten und Bändern frühlingshaft geschmückt und entsprach ganz den ersten frischen Neuanfängen vor 50 Jahren, an die Herr v. Samson in seiner Rede erinnerte.

Es waren Persönlichkeiten wie Peter v. Grandidier, Bruno v. Weymarn und Eric v. Sivers, die 1955 aus der vorhandenen Glut ein neues Feuer in Baden-Württemberg entfachten. Die Flamme wuchs und wurde weitergegeben von Baron Curt v. Stackelberg über Claus v. Nottbeck, Sergej v. Cube Baron Hans-Ulrich v. Buchholtz bis zum heutigen Bezirksgruppenvorstand. Der Präsident des Verbandes, Ulf v. Samson-Himmelstjerna, griff die Thematik in seiner Rede auf, indem er die Zeitspanne der baltischen Tradition unterstrich und die 5 Dekaden der Bezirksgruppe ins Verhältnis zu insgesamt über 12 x 50 Jahren Bestehen der Estländischen Ritterschaft setzte. Gleichzeitig übermittelte der Präsident einen Gruß der Bezirksgruppe Nordrhein-Westfalen, die dieses Jahr ebenfalls ihr 50jähriges Bestehen feiert.

Selbst die Damenrede Georg v. Freymanns befasste sich mit tradierten Formen und der Frage, wie man diesen gerecht werden könne - stelle doch der Begriff Damenrede schon einen Widerspruch in sich dar, denn die Brockhaus-Definition von „Rede" schließe u.a. die Sachkenntnis des Vortragenden ein, und welcher Verfasser einer Damenrede könne sich diese in Bezug auf die holde Weiblichkeit schon anmaßen. Manche Traditionen leben wohl gerade von der Herausforderung, die sie bieten.

Hans-Adolf v. Hehn sprach ein Grußwort im Namen der Bezirksgruppe Bayern, die ursprünglich gemeinsam mit den Regionen Württemberg und Baden eine Bezirksgruppe dargestellt hatte, bevor diese sich, quasi durch „Zellteilung" selbständig machten. Er würdigte noch einmal die Gründer und ehemaligen Vorstandsmitglieder, vor allem die in dieser Bezirksgruppe besonders aktiven Damen. Die Weitergabe des Feuers machte sich wie üblich bei Tourenwalzer und Vengerka, Troika und Française auf dem stets gut gefüllten Tanzboden bemerkbar, und auch die Tradition von Wodka mit Piroggen wurde tapfer aufrechterhalten. Von baltischer Wärme und Baden-Württembergischer Lebhaftigkeit geprägt, war dieser Ball ein köstlicher Vorgeschmack auf den Verbandsball, den die Bezirksgruppe im Jahre 2008 ausrichten darf.

Nadja v. Samson-Himmelstjerna

28. November 2004

Adventstee

„Wärst Du, Kindlein, im Kaschubenlande..." Adventstee am 28. November 2004 bei Kirsten und René v. Samson-Himmelstjerna in Stuttgart

Bekanntlich ist das Christuskind nicht im Kaschubenland geboren. Und bekanntlich findet alljährlich der Adventstee der Bezirksgruppe Baden-Württemberg in Stuttgart statt und nun schon zum zweiten Mal im Hause des derzeitigen Vorsitzenden der Bezirksgruppe. Und obwohl dieser mit diesem altbekannten Gedicht den literarischen Rahmen der Veranstaltung vorgab, nachdem uns seine Gemahlin bereits musikalisch vollendet eingestimmt hatte, waren Zweifel angebracht.

Selbstverständlich weder an der Vortragskunst des Hausherrn oder der musikalischen Begabung der Hausherrin, die diesmal statt der Saiten der Harfe die Luft der Querflöte zum Erklingen brachte; noch viel weniger an der vortrefflichen Bewirtung mit selbstgebackenem baltischem Weihnachtsgebäck, Kuchen und Schmandbonbons, die den Gästen in der liebevoll weihnachtlich geschmückten Wohnung mit ebenso selbstgefertigtem Tischschmuck und Kerzenschein gereicht wurden. Und erst recht nicht an der wohltuend friedvollen Atmosphäre, die es den Gästen erlaubte, im angeregten Gespräch das zu Ende gehende Jahr an sich vorüber ziehen zu lassen und in Ruhe den Festtagen entgegen zu sehen, vereint in der Vorfreude auf das Weihnachtsfest.

Nein, wenn es an diesem schönen ersten Advent berechtigte Zweifel gegeben haben mag, so daran, ob es in nämlichen Gedicht nicht hätte heißen müssen: „Wärst Du, Kindlein, bloß im Schwabenlande, wärest doch im Haus der Samsons Du geboren."

David v. Lingen

19. September 2004 Bezirksversammlung  
25. Juli 2004

Sommerausflug mit Besichtigung des Klosters Bebenhausen und anschließendem Grillen

Am Sonntag, dem 25.07.2004 trafen sich einige Mitglieder der Bezirksgruppe Baden-Württemberg zum Sommerausflug dieser Bezirksgruppe in Bebenhausen, unweit der berühmten geistigen Hochburg des Landes, Tübingen.

Der geistige Teil der Veranstaltung erstreckte sich als erstes auf die Besichtigung des Klosters. Durch diese schöne Anlage, ein ehemaliges Zisterzienserkloster, führte uns unser Mitglied Frau Kerstin von Lingen. Und das ganze ohne Manuskript, was von einer bewundernswerten Kenntnis der Geschichte im Allgemeinen und der Historie dieses Ortes im Besonderen zeugt.

Im Anschluß daran ging es mit einem Bollerwagen, bepackt bis beinahe zum Achsenbruch, zu einem nahe gelegenen Grillplatz. Dort sorgten wir dafür, daß unsere Bedürfnisse, was Essen und Trinken anbetraf, gesättigt wurden. Wie im Mittelalter wurde unser Mahl auf dem Feuer zubereitet, und jeder hatte Gelegenheit, anzupacken. Anschließend saßen wir an diesem schönen Sommernachmittag noch einige Zeit zusammen, bis wir mit erleichtertem Bollerwagen den Heimweg antraten.

H.E. Hahn

Verschnaufpause auf dem Grillplatz

24. April 2004 Bezirksgruppenball im Württembergischen Automobilclub  
28. März 2004 Vortrag: "Moskowiter, Stumpfsinnige, Latvija und Flintenweiber": Baltisch-deutsche Feindbilder im Krieg und in der Revolution 1914-1919"  
1. Februar 2004

Besuch der Sammlung Ordupgaard in der Staatsgalerie Stuttgart

Am Sonntag, dem 1. Februar, trafen sich um 15 Uhr etwa 20 Balten in der Staatsgalerie Stuttgart, um die Ausstellung französischer Impressionisten aus der dänischen Privatsammlung des Versicherungsunternehmers Wilhelm Hansen zu besichtigen. Hansen, ein bemerkenswerter dänischer Kunstkenner, hatte zwischen 1916 und 1936 bedeutende Gemälde französischer Künstler gesammelt, unter ihnen Degas, Pissarro, Renoir, Gaugin. Auch nach seinem Tod verblieben diese Werke in seinem Wohnhaus Ordrupgaard in Kopenhagen, von wo sie vorübergehend in New York, Baltimore und Houston ausgestellt wurden und nun in Stuttgart zu sehen sind.

Dank einer äußerst sachkundigen Führung durch die Ausstellung, die im übrigen einer großen Anzahl weiterer Gäste ebenfalls attraktiv erschien, wurde deutlich, wie stark der Aufbruch des französischen Impressionismus in Farbgebung, Thematik, Subjektivität die Malerei Europas, ausgehend von Frankreich, verändert hat. Durch eine überzeugende Auswahl von Gemälden Monets, Degas, Pissarros, Gauguins u.a. gelang es der Vortragenden, unser aller Interesse von Anfang bis Ende zu fesseln. Es war eine große Bereicherung!

Im Anschluß war die Gruppe zu Tee, Kaffee und Kuchen zu Ehepaar v. Samson eingeladen. An einer langen Tafel mit weitem Blick von der Anhöhe über das im Tal gelegene Stuttgart kam es zu anregenden Gesprächen in familiär herzlicher Atmosphäre; erst etwa gegen 18.30 Uhr löste sich die Runde auf, nicht ohne bereits weitere Treffen und Veranstaltungen im Jahr 2005 gedanklich vorzubereiten. Der Organisatorin, Baronin Claudia v. Hahn, sowie den Gastgebern, dem Ehepaar v. Samson, sei von Herzen Dank!

Abb.: Paul Gauguin, »Porträt Vaïte (Jeanne) Goupil«, 1896, Sammlung Ordrupgaard, Kopenhagen


Veranstaltungsberichte aus der Bezirksgruppe - Archive
2003 - 2002 - 2001 - 2000

Ansprechpartner:

- Vorsitzender: René v. Samson-Himmelstjerna, bw "at" baltische-ritterschaften.de

- Jugendvertreterin: Bsse Juliane v. der Ropp, bw-jug "at" baltische-ritterschaften.de
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